In der Planungsphase der Immobilienschenkung steht häufig die Zehn-Jahres-Frist im Vordergrund. Dabei kann es viele verschiedenen Gründe für die Schenkung von Haus- und Grundeigentum geben. Damit kann zum Beispiel eine finanzielle Basis für den Immobilienerwerb der Kinder geschaffen werden. Außerdem wollen sich ältere Eigentümer häufig von den Bewirtschaftungskosten befreien oder den künftigen Nachlass aus steuerlichen Gründen gering halten.

Im Todesfall nach einer Schenkung gelten einige Besonderheiten. Es gibt einen Pflichtanspruch für Ehepartner und Kinder. Wenn es innerhalb der letzten zehn Jahre vor dem Tod eine Schenkung gab, wird diese dem Nachlass fiktiv hinzugerechnet. Dabei wird allerdings nur im ersten Jahr der volle Betrag berechnet. Danach sinkt er jedes Jahr um 10 Prozent ab. Diese Frist beginnt allerdings nicht zu laufen, wenn sich der Verstorbene umfangreiche Rechte an der Immobilie vorbehalten hat.

Auch im Steuerrecht ist die Zehn-Jahres-Frist von Bedeutung. Wenn zwischen der Übertragung der Immobilie und einer weiteren Schenkung mehr als zehn Jahre liegen, so können persönliche Steuerfreibeträge mehrfach ausgenutzt werden. Dies gilt auch für eine Erbschaft.

Vorsicht bei Sozialleistungen

Ist der Schenker plötzlich auf Sozialleistungen angewiesen, geraten die Schenkungen der letzten Jahre in den Fokus. Deshalb ist hier in einigen Fällen Vorsicht geboten. Rückforderungen werden innerhalb der Familie häufig nicht geltend gemacht. Im Gegensatz dazu können staatliche Stellen einen Rückforderungsanspruch für sich durchsetzen. Die Schenkung und die spätere Bedürftigkeit soll nicht zu lasten der Allgemeinheit gehen. Daraus resultiert meist eine monatliche Geldzahlung, begrenzt auf die Höhe des Schenkwertes. Ist die 10 Jahres Frist vorbei, so ist eine Rückforderung ausgeschlossen. Ausschlaggebend ist dabei der Tag, an dem der Antrag auf Eigentumsumschreibung beim Grundbuchamt gestellt wurde. Dabei ist es irrelevant in welchem Umfang dem Schenker Nutzungsrechte am Grundstück zustehen. Für die Frist ist diese Tatsache nicht bedeutend.

Im Jahr 2019 beschäftigt uns das Thema Umweltschutz immer mehr. Grün, nachhaltig und umweltbewusst wollen viele Bundesbürger leben. Auch der eigene Garten spielt hierbei eine große Rolle. Er kann eine wichtige Ressource für den Erhalt der Artenvielfalt darstellen. Außerdem trägt er maßgeblich zur eigenen Lebensqualität bei. Nicht nur im eigenen Garten fühlt man sich wohl. Auch Parks, Grünanlagen, Hinterhofgärten und Kleingarten ergeben zusammen eine große Grünfläche.

Gartenanlagen in Städten

Junge Familien die in einer Stadtwohnung leben haben oft den Drang nach der eigenen grünen Oase. Deshalb werden in großen Städten die Kleingärten immer beliebter. Mancherorts entstehen deshalb kleine Parzellen, welche von den Stadtbewohnern gemietet werden können. So können sie außerhalb der Großstadt ihre Zeit im grünen verbringen. Auch große Gärten werden geteilt oder gemeinschaftlich genutzt. Kleingartenvereine passen sich hierbei immer mehr an die wandelnden Bedürfnisse der Bevölkerung an. Sie bauen Zäune ab und schaffen Angebote für die angrenzenden Anwohner. Dies hat eine Studie des Bundesinstitutes für Bau-, Stadt- und Raumforschung ergeben.

Umweltbewusste Grünflächen

Viele Gartenbesitzer wollen neue Wege gehen, um die Umwelt zu schonen. Laut einer aktuellen Umfrage stimmen 91 Prozent der Befragten dafür, dass sie auf chemische Unkrautvernichter verzichten. 75 Prozent möchten nur heimische Pflanzen in ihrem Garten wachsen lassen. Und weitere 83 Prozent würden einen Komposthaufen im eigenen Garten errichten.

Aber auch negative Stimmen gibt es: Jeder vierte Gartenliebhaber stört sich daran, wenn der Nachbar Wildwuchs zulässt. Hierbei ist es vor allem für 26,4 Prozent der Männer schwer, sich von dem akkurat gemähten Rasen zu trennen. Frauen hingegen (17,7 Prozent) fällt es etwas leichter. Allerdings sind sich mehr als 90 Prozent der deutschen einig: Der Garten soll Platz zum Erholen bieten und ein zu Hause für Insekten, Bienen und Kleintiere sein. Der Gedanke an die Umwelt ist dabei oft an erster Stelle.

Heutzutage ist es üblich die Versicherungen, Dienstleister und Energieversorger regelmäßig zu wechseln. Die Kunden sind immer auf der Suche nach dem günstigsten Preis und werden zu Dauerwechslern. Vor einigen Jahren war dies noch nicht der Fall. Damals wurden Kunden für jahrelange Treue belohnt und erhielten entsprechende Stammkundenrabatte. Durch die Treue der Kunden konnten die Stromversorger mit stabilen Geschäften rechnen. Der starke Wettbewerb hat allerdings neue Regeln etabliert auf die sich die Anbieter einstellen müssen.

Strategie der Energieversorger

Wer jährlich seinen Stromanbieter wechselt, muss neuerdings mit folgendem rechnen: Immer mehr Versorger lehnen Kunden bei einem Wechsel ab. Den Grund geben sie hierbei in der Regel nicht bekannt. Laut Stiftung Warentest ist dies die neuste Strategie von vielen Unternehmen. Außerhalb der Grundversorgung darf ein Energieversorger Kunden ablehnen. Diese Tatsache wird von der Vertragsfreiheit vorgegeben und irritiert viele Wechsler.

Der tatsächliche Grund für die Ablehnung von Kunden liegt unter anderem an folgenden Faktoren:

  • Ein hoher Stromverbrauch schreckt den Energieversorger ab
  • Der Kunde war zuvor bei einem Stromdiscounter unter Vertrag

Die Versorger Vattenfall, Maingau Energie und Immergrün haben die höchsten Ablehnungsquoten. Diese Anbieter locken mit einem hohen Bonus im ersten Jahr. Deshalb sind dauerwechselnde Kunden für sie finanziell nicht attraktiv.

Tipp: Frühzeitig wechseln

Gehören auch Sie zu den Kunden, die den Anbieter regelmäßig wechseln? Dann sollten Sie folgendes beachten: Leiten Sie den bevorstehenden Wechseln rechtzeitig ein. Oft ist es sinnvoll den bestehenden Vertrag selbst zu kündigen und den neuen Versorger dann darüber zu informieren. Dadurch kann der Kunde sicherstellen, dass der Vertrag nicht automatisch verlängert wird, falls der neue Anbieter Sie als Kunde ablehnt. Außerdem rät Finanztest dazu, den ehemaligen Versorger aufzufordern, bestimmte Daten zu löschen. Mehr Informationen dazu finden Sie unter: www.test.de/stromversorger-wechseln. Grundsätzlich gilt: Der Preisvergleich kann sich lohnen und ein regelmäßiger Wechsel kann für den Verbraucher sinnvoll sein.

Ein neues Rekordniveau erreichte die Zahl der Finanzierungen in diesem Jahr. Im Juni 2019 überstieg die Darlehenshöhe die 250.000-Euro-Marke. Bereits im Frühjahr zeichnete sich in Deutschland ab, dass die Anzahl der Finanzierungen immer mehr ansteigt. Das Eigenheim gewinnt für die Bundesbürger immer mehr an Bedeutung. Wie wichtig ist dabei die Höhe des Eigenkapitals?

Eigenkapital oder 100-Prozent-Finanzierung

Laut den Banken empfiehlt sich eine Mindestsumme von 20 Prozent an Eigenkapital. Allerdings ist auch eine 100-Prozent-Finanzierung möglich. In vereinzelten Fällen finanzieren Banken auch ohne eigenes Vermögen. Auch Personen mit geringer Eigenkapitalausstattung haben somit eine Chance auf ein Eigenheim. Die Vollfinanzierung bezieht sich allerdings lediglich auf den Kaufpreis. Die Kaufnebenkosten sind nicht enthalten. Hierzu kommen unter anderem folgende Beträge:

  • Makler und Notar
  • Grunderwerbsteuer
  • Behördenleistungen

Rund 15 Prozent des Kaufpreises sind für die Nebenkosten einzuplanen. Da das Zinsniveau im Moment relativ niedrig ist, empfiehlt sich eine langfristige Zinsbindung von mindestens zehn Jahren. Darüber hinaus sollte zusätzlich eine hohe Tilgungsrate vereinbart werden, damit das Darlehen möglichst zügig abbezahlt wird.

Höhe der Zinssätze variiert je nach Eigenkapital

Die Zinssätze der Banken staffeln sich nach dem Beleihungsauflauf. Dies entspricht dem Anteil des Kredites am Immobilienwert. Bis zu 50 oder 60 Prozent des Kaufpreises gelten als die besten Konditionen. Für alles über diesem Wert wird ein Aufschlag auf das gesamte Darlehen berechnet. Das heißt, dass der Finanzierungsanteil über 80 Prozent des Kaufpreises oft doppelt so teuer wird. Je mehr Eigenkapital die künftigen Eigentümer aufbringen, desto niedriger ist der Darlehensbetrag. Dadurch kann das aufgenommene Geld schneller zurückgezahlt werden und das Risiko für die Bank sinkt. Auch die Zinsen sind dadurch niedriger. Für Kreditnehmer ist es also lohnenswert, möglichst viel Eigenkapital in die Hand zu nehmen. Informationen hierzu finden Sie bei der Stiftung Warentest unter www.test.de/baufi-tipps. Unter www.test.de/rechner-grenzzinsen finden Sie einen Finanzrechner zum Thema Darlehen und Co.

Wer als Pendler in den Städten unterwegs ist, kennt die aktuelle Parkplatzsituation. Jeden Tag strömen große Massen an Arbeitnehmer durch die Stadt und besetzen viele Straßenparkplätze. Auch teure Parkhäuser sind in der Regel keine Alternative. Viele steigen daher auf den öffentlichen Personennahverkehr um oder nutzen Mitfahrgelegenheiten sowie gemietete Stellplätze. Diese Möglichkeiten sind am Ende allerdings auch oft eine Kostenfrage.

Studie berechnet Stellplatzmiete

Knapp 200 Euro pro Monat bezahlen Autobesitzer in Frankfurt für eine Garage oder einen Stellplatz. Damit ist Frankfurt der Spitzenreiter in ganz Deutschland. Eine Studie durch die Internetseite immowelt.de analysierte kürzlich die Mietpreise von Stellplätzen und Garagen in den 14 größten Städten Deutschlands. Als besonders teuer gelten:

  • Zentrumsnahe Tiefgaragenstellplätze
  • Stellplätze in der Altstadt

Diese Luxus Überdachungen für das eigene Auto sind für einen Großteil der Arbeitnehmer kaum erschwinglich. In den Städten Chemnitz und Cottbus kann man für diesen Betrag die Miete einer kleinen Wohnung bezahlen. Günstiger hingegen sind nicht überdachte Stellplätze in Randbezirken.

Verglich zwischen den Städten

Nach Frankfurt folgt Stuttgart mit großem Abstand. Hier bezahlt man zwischen 17 Euro und 150 Euro für einen Stellplatz. Auch in dieser Stadt befinden sich die günstigeren Parkplätze am Stadtrand. Zu den teuren Städten zählen außerdem Hamburg (140 Euro), Berlin und Nürnberg (130 Euro). Überraschenderweise liegt München lediglich im Mittelfeld. Obwohl die Wohnungsmieten hier enorm hoch sind, bezahlt man für einen Autostellplatz deutlich weniger als in Frankfurt oder Stuttgart. Der günstigste Stellplatz für den eigenen PKW ist übrigens in Hannover erhältlich. Hier kostet er zwischen 20 Euro und 67 Euro pro Monat. Ein Schnäppchen im Vergleich zum Spitzenreiter.

Je nach Wohnort kommen die oben genannten Alternativen durchaus infrage. Zum Beispiel ist man in der Stadt mit dem Fahrrad häufig schneller unterwegs als mit dem eigenen PKW. Die Vor- und Nachteile sind hierbei individuell abzuwägen.

Seit einiger Zeit wandelt sich der Wohnungsmarkt. Immobilieneigentum gewinnt immer mehr an Bedeutung. Dabei löst die Privatisierung von Mietwohnungen immer noch geteilte Reaktionen aus. Beide Seiten haben sowohl Vor- als auch Nachteile. Viele Mieter entscheiden sich zurzeit jedoch zum Erwerb einer Immobilie.

Daten und Fakten zur Privatisierung

Wie viele Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen gibt es tatsächlich? Hierzu hat die Bundesregierung am Beispiel von Berlin einige Zahlen geliefert. Die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentum ist in den vergangenen Jahren gestiegen. Allerdings waren die Zahlen Ende der 1990er Jahre höher als jetzt. Auch in den 2000ern war diese Entwicklung deutlich mehr verbreitet, als es heute der Fall ist. Es gibt nicht nur Vorteile die damit in Verbindung gebracht werden. Auch die negativen Stimmen sind laut. Sie gehen von folgenden Nachteilen aus:

  • Steigende Mieten
  • Veränderung der sozialen Durchmischung von Wohnvierteln
  • Zunahme von Eigenbedarfskündigungen

Viele Mieter wollen sich von diesen Nachteilen loslösen. Sie entschieden sich aus gutem Grund für Wohneigentum. Damit gehen sie nicht nur einigen Nachteilen aus dem Weg, sondern kommen am Ende womöglich sogar günstiger davon.

Vorteile von Wohneigentum

Bei der Finanzierung von Wohneigentum besteht ein klarer Vorteil im Vergleich zur Miete: Die Eigentümer entscheiden selbst, wie hoch die monatliche Belastung durch Wohnkosten ist. Nach Berechnungen des IW-Instituts in Köln ist die Finanzierung sogar günstiger als Mieten. Die niedrigen Zinsen sorgen für diesen Vorteil. Zudem entscheiden die Käufer selbst über die Art der Renovierungsmaßnahmen und die Nutzung des Gemeinschaftseigentums. Auch auf den Mietmarkt wirkt sich die Privatisierung von Wohnungen aus. Haben Mieter die Wahl zwischen Miete und Eigentum, werden sie nicht zu einem Verrechnungswert für Großvermieter. Auch aus diesem Grund ist der Erwerb von Eigentum eine Option um die Situation zu verbessern. Der Trend wird wohl auch in Zukunft hin zur Eigentumswohnung gehen.

Die EU setzt sich ein Ziel: Die Umwelt- und Gesundheitsbeeinträchtigungen durch Abfälle sollen reduziert werden. Auch Ressourcen sollten in Zukunft besser genutzt werden. Langfristig kann dadurch das Abfallaufkommen gesenkt werden. In Deutschland fällt besonders viel Verpackungsmüll an. Mehr als 100 Kilogramm Müll verursacht eine Person pro Jahr. Aus diesem Grund wird in der Bundesrepublik viel recycelt.

Verpackungsgesetz tritt in Kraft

Anfang dieses Jahrs ist ein Verpackungsgesetz in Kraft getreten. Dies sieht die Erhöhung der Anteile recycelter Kunststoffe vor. Etwa 63 Prozent der Kunststoffe sollen bis zum Jahr 2022 recycelt werden. Das Pro-Kopf-Aufkommen an Haushaltsabfällen liegt bei 462 Kilogramm. Diese enorme Zahl wird hier noch besser verdeutlicht: In deutschen Haushalten wurden 38,3 Millionen Tonnen Abfälle eingesammelt. An dieser Stelle setzt das Verpackungsgesetz an, um eine dauerhafte Lösung zu finden.

Kosten für die Müllentsorgung

Die Kosten für die Müllabfuhr variieren in den deutschen Städten. Das Schlusslicht bilden Flensburg, Nürnberg und Magdeburg. Hier kann der Müll am preisgünstigsten entsorgt werden. Die Differenz zwischen den teuersten und günstigsten Städten beträgt ca. 430 Euro pro Jahr. Spitzenreiter sind Bergisch-Gladbach, Moers und Leverkusen. Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln hat eine Studie erstellt. Im Auftrag von Haus & Grund Deutschland wurden die Kosten der Müllabfuhr für eine vierköpfige Familie miteinander verglichen. Berücksichtigt wurde dabei der Abholrhythmus und der Serviceumfang. In Leverkusen bezahlt eine Familie für einen 14-tägigen Teilservice ganze 562,16 Euro. In Flensburg schlägt der 14-tägige Vollservice hingegen nur mit 130,20 Euro zu Buche.

 

Um die Wohnkosten auf Dauer zu senken, ist eine Minderung der Müllgebühren von großer Bedeutung. Diese tragen zum großen Teil zu den hohen Wohnkosten bei. Woher die hohe Differenz genau stammt, wurde nicht übermittelt. Eine größere Transparenz ist hierbei für die Kommunen wünschenswert. Nur so kann dazu beigetragen werden die hohen Müllkosten zu senken und auf ein Bundesweit gleiches Niveau zu bringen.

 

Die immer höher werdenden Mieten lösen bei vielen Bürgern Frustration aus. In Demonstrationen gehen tausende gegen den Mietwahnsinn auf die Straße. Die Mietpreise steigen immer weiter an, was bei vielen Bürgern eine Frustration auslöst. Die richtige Berechnung der ortsüblichen Vergleichsmiete ist hierbei die Grundlage für entsprechende Diskussionen. Gilt die Mietpreisbremse, so orientiert sich die Neuvertragsmiete an der ortsüblichen Vergleichsmiete. Diese kann durch drei Maßnahmen festgestellt werden: Mit dem örtlichen Mietspiegel, durch das Gutachten eines Sachverständigen, oder durch drei Vergleichswohnungen.

Der qualifizierte Mietspiegel

In vielen Städten existiert ein Mietspiegel, auf den Mieter und Vermieter jederzeit zugreifen können. Anhand des Mietspiegels kann die Höhe einer Wohnungsmiete bestimmt werden. Zudem kann ebenso die Zulässigkeit einer Mieterhöhung überprüft werden. Vor Gericht kommt einem Mietspiegel eine Vermutungswirkung zu (§ 558d Abs. 3 Bürgerliches Gesetzbuch). Hierfür ist es jedoch vonnöten, dass er offiziell anerkannt ist und zugleich nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen aufgestellt wurde. Nach vier Jahren ist der Mietspiegel neu zu erstellen. Alle zwei Jahre muss er überprüft werden. Nur durch eine regelmäßige Kontrolle kann gewährleistet werden, dass die Zahlen korrekt sind.

Sachverständige prüfen Mietpreise

Gibt es keinen Mietspiegel, so wird ein Sachverständiger ins Spiel gebracht. Dieser überprüft die Höhe der Miete, wenn ebenfalls nicht auf Vergleichswohnungen zurückgegriffen werden kann. In den Städten Bremen, Kiel und Kassel konnten laut „Haus & Grund“ keine Gutachten erstellt werden. Drei Experten haben in Berlin ein und dieselbe Wohnung begutachtet. Dabei kam es zu drei unterschiedlichen Ergebnissen mit Abweichungen von 26 Prozent. In Bonn gab es nach einer Begutachtung sogar Abweichungen von 27 Prozent. Dort wurden erst nach langer Suche drei Gutachter gefunden, welche die Mietpreise bewerten konnten. Durch die variierenden Ergebnisse werden die Mieter und Vermieter deutlich verunsichert. Ein Mietspiegel könnte hierbei Abhilfe schaffen und gerechte Mietpreise in allen Städten durchsetzen.

Kürzlich hat der Bundesgerichtshof darüber entschieden, wann ein Mieter nach einer Kündigung die Fortsetzung des Mietverhältnisses wegen unzumutbarer Härte verlangen kann (BGH, 22.05.2018, VIII ZR 180/18 und VIII ZR 167/17). Hierzu wurden zwei spezielle Fälle verhandelt. Der erste viel zugunsten der Mieterin aus. Der zweite Fall wurde abgewiesen, die Kündigung war rechtens.

Kündigung bei dementer Mieterin

Im ersten Fall wurde einer demenzkranken Frau die Wohnung gekündigt, in der sie bereits seit über 40 Jahren lebt. Der Vermieter benötigt die Wohnung für sich und seine Familie. Er ist Vater zweier Kinder. Die Wohnung hat er zur eigenen Nutzung käuflich erworben. Die Vorinstanzen haben die Räumungsklage allerdings abgewiesen. Zwar wurde die Kündigung wegen Eigenbedarf als wirksam anerkannt, der Härtefall machte es allerdings unmöglich das Mietverhältnis zu beenden. Die über 80-jährige Frau darf weiterhin in der Wohnung bleiben, das Mietverhältnis wurde auf unbestimmte Zeit fortgesetzt.

Gerichtsverhandlung zum Eigenbedarf

Ein weiterer Fall beschäftigt sich mit der Kündigung einer Mieterin, die in einer Doppelhaushälfte lebt. Der Eigentümer will die Wohnung seiner geschiedenen Ehefrau überlassen, damit diese ihre Großmutter besser betreuen kann. Die Mieterin gab an, dass dies nur ein vorgeschobener Grund ist. Außerdem waren Härtegründe mit im Spiel: Die Frau leidet an gesundheitlichen Einschränkungen (Schizophrenie, Alkoholkrankheit, Inkontinenz, Demenz, Abwehrhaltung bei der Pflege). Die Eigenbedarfskündigung galt als begründet und der Räumungsklage wurde stattgegeben. Das Gericht urteilte zugunsten des Vermieters.

Zur weiteren Sachaufklärung hat der BGH beide Fälle zurückverwiesen. Im Einzelfall muss eine genaue Prüfung vorgenommen werden. Dabei werden die Interessen von Mieter und Vermieter miteinander verglichen (§ 574 Abs. 1 BGB). Ein hohes Alter des Mieters ist kein ausreichender Grund, da auch die Belange des Vermieters wichtig sind. Das Gleiche gilt für eine bestimmte Mietdauer. In einer Einzelfallentscheidung muss die Sachlage geprüft werden.

Im 21. Jahrhundert scheint die Umwelt einen immer höheren Stellenwert einzunehmen. Das zeigen nicht nur die Ergebnisse der Europawahl. Auch junge Menschen protestieren zusammen auf der Straße am „Friday for Furture“. Diese Entwicklung zeigt deutlich, dass die Bürger ein Umdenken fordern und ein Bewusstsein für die Umwelt schaffen wollen. Auch in der Politik ist diese Botschaft inzwischen angekommen und wird diskutiert.

Erneuerbare Energie als Vorreiter

Erneuerbare Energien bieten ein hohes technisches Nutzungspotential und liefern günstig und effizient elektrischen Strom. Die Quellen hierfür sind unter anderem Windenergie- und Fotovoltaikanlagen. Für die Produktion von Wärme und Kälte wird diese Energie in Deutschland dringend benötigt. Der momentane Trend geht dahin, dass wir nicht in der Lage sind, die Ziele des Klimaabkommens von Paris zu erfüllen. Zwar schreitet der Ausbau erneuerbarer Energie voran, allerdings nicht schnell genug. Diese Tatsaschen belegen Energie-Experten der Frauenhofer-Institute. Gut ein Viertel der Einwohner Deutschlands stimmen dafür, dass der Ausstoß von Kohlendioxid im Heizungskeller künftig nach dem Verursacherprinzip bezahlt werden soll. 62 Prozent fordern, dass die Strompreise gesenkt werden sollen. Die Einnahmen aus einer CO2-Abgabe sollen hierfür eingesetzt werden.

Die CO2 Abgabe

In der Schweiz existiert eine CO2-Abgabe. Nicht verwendete Mittel werden zurück verteilt. Ein Drittel der Abgabe fließt über das „Gebäudeprogramm“ zurück an den Verbraucher. Dieser fördert unter anderem die Sanierung von Gebäuden und investiert in erneuerbare Energie. Aber auch in Deutschland gibt es Fortschritte: In Neubauten werden Wärmepumpen zum Standardheizsystem. Diese sind umweltfreundlich und gelten als Schlüsseltechnologie. Das Statistische Bundesamt ermittelte, dass der Anteil an Wärmepumpen bei den genehmigten Wohngebäuden auf rund 44 Prozent wuchs. Aktuell sind noch ca. 70 Prozent des Strompreises staatlich geregelt. Diese Tatsache findet bei den Bürgern wenig anklang. Rund 89 Prozent halten die Kostenverteilung für unfair. Die hohen Umlagen und Steuern sorgen für hohe Strompreise. Und das, obwohl die Entstehungskosten so niedrig liegen wie noch nie.