Seit Beginn des Jahres 2019 wird in der Politik über die Grundsteuer debattiert. Hierbei sind nicht nur alle Grundbesitzer betroffen, sondern letztendlich auch jeder deutsche Bundesbürger der zur Miete wohnt. Das Thema hat daher ein sehr großes öffentliches Interesse. Im Verlauf der Jahre wurde das Modell um die Grundsteuer mehrfach verändert oder erweitert. Auch in diesem Jahr steht eine Änderung aus.

Drei mögliche Modelle

Folgende Modelle zur Bewertung der Grundsteuer stehen im Moment zur Auswahl:

  • Eine Flächensteuer: Diese bezieht sich auf die Wohnfläche und nicht auf den Wert der Immobilie
  • Das Flächenmodell: Es basiert auf der Grundstücks- und Gebäudefläche. Dieses Modell kann kurzfristig umgesetzt werden, da es die Vorgaben des Verfassungsgerichts erfüllt
  • Das Scholz-Modell: Die Nettokaltmiete, Wohnfläche, Baujahr, Grundstücksfläche und der Bodenwert werden berücksichtigt. Auch sämtliche Ausnahmen fliesen in das Modell mit ein, wodurch die Berechnung sehr detailliert wird.

Fachleute kritisieren dabei das Scholz-Modell, da es einen hohen bürokratischen Aufwand mit sich bringen wird. Etwa 4,4 Millionen wirtschaftliche Flächen im Bereich der Land- und Forstwirtschaft müssten neu bewertet werden. Auch rund 30,9 Millionen Grundstücke und rund eine Million Fälle, in denen kein Einheitswert vorliegt, sind davon betroffen. Dieser Aufwand verursacht zudem hohe Kosten, im Gegensatz zu den ersten beiden Modellen.

Öffnungsklausel für Bundesländer

Das Bundesland Bayern fordert eine Öffnungsklausel. Diese erlaubt jedem Bundesland eine eigene Regelung zur Grundsteuerberechnung einzuführen. Bayern wird für diese Forderung stark kritisiert. Im Gegensatz dazu fordert der niedersächsische Wirtschaftsminister Bernd Althusmann, dass die Grundsteuer zugunsten eines Zuschlags auf die Einkommensteuer abgeschafft werden soll. Bisher wird die Grundsteuer auf die Mieter umgelegt. Einige wollen dies abschaffen. Die Grundsteuer nimmt dann für den Vermieter den Charakter einer Vermögenssteuer an. Diese Tatsache ist verfassungswidrig und stellt für den privaten Vermieter ein Hemmnis dar. Der überwiegende Teil der Mietwohnungen wird von Privatpersonen zur Verfügung gestellt.

Der Chef des Immobilienkonzerns Vonovia äußerte sich kürzlich zum Thema Wohnen in Deutschland. Laut ihm ist die Mieterhöhung politisch motiviert, da mehr als die Hälfte aller Bundesbürger zur Miete wohnen. Das Image des Unternehmens Vonovia ist etwas angeschlagen. Rolf Buch will dies verbessern, indem er seine Mieter so behandelt, als ob sie jederzeit das Mietverhältnis beenden könnten. In der Theorie besteht diese Möglichkeit für alle Mieter. In der Praxis wird es allerdings wenig umgesetzt, da die Hürden für Wohneigentum in Deutschland sehr hoch sind.

Mietpreisbremse wird nachgebessert

Aktuell beschäftigt sich die Politik mit einer Neuauflage der bestehenden Mietpreisbremse. Diese war zuletzt Ende des Jahres 2018 Thema in politischen Diskussionen. Ein neuer Referentenentwurf besagt folgendes: Verstoßen Vermieter künftig gegen die Regelungen der Mietpreisbremse, müssen sie die zu hohen Mietzahlungen rückwirkend zurückerstatten. Es ist nicht zu erwarten, dass diese Maßnahme für eine Entspannung auf dem Wohnungsmarkt sorgen wird. Eine aktuelle Umfrage bezeichnet den Mangel an Wohnraum als derzeit größte Herausforderung für Städte. Der Kauf einer Wohnung ist auf Dauer deutlich günstiger als das Mieten. Dies belegt der Accentro-IW Wohnkostenreport 2019. Diese Gründe sollen die Politik dazu motivieren die hohen Kaufnebenkosten, sowie die Grunderwerbsteuern zu senken.

Eigentumsquote in Deutschland

In der Bundesrepublik sind die Mieter abhängig vom Vermietungsmarkt. Das liegt vor allem daran, dass Deutschland die zweitniedrigste Wohneigentumsquote in Europa hat. Lediglich die Schweiz liegt zahlenmäßig hinter Deutschland. Bisher galt die Devise: Mehr Wohnungen bauen, damit sich die Immobilienlage entspannt. Doch dies bindet die Bürger weiterhin an ein bestehendes Mietverhältnis. Die Bedingungen für den Kauf von Wohneigentum müssen besser werden. Nur dann steigt die Wohneigentumsquote wieder an. Dies wird sich langfristig positiv auf die Mietpreise auswirken. An dieser Stelle ist ein Handeln von Seiten der Politik gefragt, nur so kann sich der Wohnungsmarkt verändern und nachhaltig verbessern.

Auf hohem Niveau befindet sich die durchschnittliche Kreditsumme für Baufinanzierung. Auch im März 2019 gab es einen erneuten Anstieg. Im Durchschnitt nahmen Bauherren etwa 5.000 Euro mehr auf als noch im Vormonat. Ganze 243.000 Euro beträgt die Summe, die Immobilienkäufer vor dem Erwerb des Eigentums finanzieren.

Zahlen rund um die Fremdfinanzierung

Rund um den Kauf von Immobilien gibt es einige Daten und Fakten. Hierbei wird vor allem auf die Fremdfinanzierung eingegangen:

  • Der Fremdfinanzierte Anteil sinkt momentan auf 83,35 Prozent
  • Die Standrate für einen Kredit ist weiterhin niedrig: 450 Euro für einen Kredit in Höhe von 150.000 Euro mit zwei Prozent Tilgung und 80 Prozent Beleihungsauslauf.

Der Grund für die niedrige Standrate liegt in den geringen Zinsen für Immobilienkredite. Die Käufer sind sich dieser positiven Situation durchaus bewusst. Sie sichern sich das Darlehen für durchschnittlich 14 Jahre und zwei Monate. Seit September 2016 ist dies die längste Festschreibung der Zinsen. Im März betrug die durchschnittliche Tilgung 2,8 Prozent. Die Käufer nutzen den niedrigen Zinssatz um die Kredite zu tilgen.

Ist die 100 % Finanzierung möglich?

Aufgrund der hohen Mieten und der extrem niedrigen Zinsen stellt sich für viele potenzielle Käufer die Frage, ob der Kauf von Immobilien auch ohne Eigenkapital möglich ist. Hierbei wird der Kaufpreis zu 100 % finanziert. In der Regel empfiehlt es sich, dass das Eigenkapital zumindest die Nebenkosten decken sollte. Zusätzlich soll der Käufer mindestens 20 Prozent des Immobilienpreises selbst tragen können. Hierbei berechnet die Bank günstige Zinsen. Außerdem gilt die Finanzierung dabei als solide. Bei den steigenden Immobilienpreisen ist dieser Gedanke allerdings oft nicht ratsam. Aufgrund des höheren Risikos erhält man bei der Bank oft einen höheren Sollzins. Die Finanzierung dauert damit länger und wird teurer. Darüber hinaus können die Kreditnehmer oftmals nicht allzu hoch tilgen.

 

 

 

Immer mehr Verkehrsteilnehmer sind auf deutschen Straßen unterwegs. Auch die Zahl der Fahrradfahrer und Fußgänger nimmt nach und nach zu. Allein durch diese Tatsache steigt die Anzahl an Unfällen und Kollisionen. Aufgrund der unterschiedlichen Geschwindigkeiten der Verkehrsteilnehmer ist die Gefahr von Karambolagen erhöht. Wenn Fahrradfahrer und Autos aufeinandertreffen ist die Verletzungsgefahr signifikant. An dieser Stelle muss ein Umdenken stattfinden. Letztendlich wirkt sich die Verbesserung auch positiv auf die Umweltverschmutzung aus. Viele Bereiche werden auf Dauer davon profitieren.

Verbesserung der Verkehrsströme

Viele Studien beschäftigen sich mit der Frage, wie man die Verkehrsströme beruhigen kann. Hierfür ist eine Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Gruppen dringend notwendig. Dazu gehören:

  • Carsharing-Anbieter sowie weitere Mitfahrsysteme
  • Leihradanbieter
  • Hersteller von Lasten Pedelecs
  • Der öffentliche Nah- und Fernverkehr, sowie ÖPNV-ergänzende Angebote
  • Das betriebliche Mobilitätsmanagement

Nur zusammen können neue Anreize geschaffen werden, welche den privaten Individualverkehr entlasten. Dazu ist auch die Zusammenarbeit zwischen einzelnen Kommunen ein wichtiges Mittel um die Infrastruktur zu verbessern. Gemeinsam können zielführende Lösungsansätze entdeckt werden.

Smartphone-App als Lösung

Viele Kommunen befassen sich immer intensiver mit der aktuellen Verkehrslage. Steigende Pendlerzahlen, Staus zu den Stoßzeiten, sowie Lärm- und Feinstaubbelastung drängen die Gemeinden zum Handeln. Das öffentliche Interesse an der Thematik steigt zunehmend. Das Freiburger Beratungsbüro endcura kommunal nutzt die Zusammenarbeit von zehn Gemeinden: Appenweier, Friesenheim, Gengenbach, Kehl, Lahr, Neuried, Offenburg, Rheinau, Schutterwald und Willstädt. Geplant ist die Einführung einer Smartphone App. Gefördert wird das Netzwerk vom Bundeswirtschaftsministerium. Erst durch die Zusammenarbeit mehrerer Kommunen lässt sich diese Maßnahme wirkungsvoll umsetzen. Positive Rückmeldung erhält man vor allem durch die Bürger: Der Fahrrad-Einzelhandel hat im Jahr 2018 eine Umsatzsteigerung von 11,9 Prozent verzeichnet. Dies ist ein deutliches Zeichen von Seiten der Bevölkerung. Viele setzen inzwischen auf die umweltfreundliche Variante und steigen auf das Fahrrad um. Zu guter Letzt profitiert auch die eigene Gesundheit von der körperlichen Betätigung.

 

In den Ballungsgebieten mangelt es deutlich an Wohnraum, was wiederum zu Preissteigerungen in der Immobilienbranche führt. Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum ist sehr hoch, das Angebot hingegen nicht ausreichend. Für viele potenzielle Käufer stellt sich nun die Frage: Lohnt sich der Kauf einer Immobilie aktuell überhaupt noch? Diese Entscheidung ist sehr individuell und hängt von vielen persönlichen Faktoren ab. Kaufinteressenten müssen gründlich abwägen, ob eine Investition in Immobilien sinnvoll ist.

Zahlen und Fakten der Sparda-Studie

Eine aktuelle Sparda-Studie zum Thema „Wohnen in Deutschland 2019“ gibt folgende Daten wieder:

  • 31 Prozent der Mieter bis 50 Jahre planen den Erwerb einer eigenen Immobilie
  • Im Durchschnitt kostet ein Eigenheim 5,6 Jahreshaushaltseinkommen
  • Die Kosten für Wohneigentum liegen in den Städten rund 53 Prozent höher als auf dem Land
  • Im Jahr 2018 wurden für den Kauf einer Immobilie ca. 264.000 Euro ausgegeben
  • Für diesen Betrag erhält man im Durchschnitt 111 Quadratmeter
  • Pro Quadratmeter müssen im Schnitt 2,379 Euro investiert werden
  • In 396 der 401 untersuchten Regionen sind die Quadratmeterpreise von Immobilien gestiegen
  • Bei der Finanzierung beträgt die Zinsersparnis 72.500 Euro gegenüber dem Jahr 2008
  • 47 Prozent der Deutschen sind Immobilieneigentümer. Je höher das Haushaltseinkommen, desto höher ist die Eigentumsquote

Diese Informationen spiegeln das Kaufverhalten der deutschen Immobilieneigentümer. Knapp die Hälfte aller deutschen sind Eigentümer eines Hauses.

Entwicklung des Immobilienmarktes

Das Institut der deutschen Wirtschaft Köln untersuchte in einer Studie die Entwicklung des Immobilienmarktes im Inland. Dabei wurde anhand ausgewählter Indikatoren die derzeitige Immobilienmarktlage ermittelt. Alle 401 Kreise und kreisfreie Städte in Deutschland wurden in die aussagekräftige Studie miteinbezogen. Die genannten Indikatoren waren unter anderem die Wirtschaftsstärke und die Zukunftsfähigkeit. Hierzu wurden die sieben größten Städten Deutschlands, sowie in 61 kreisfreien Mittelstädte untersucht. Die genauen Auswertungen und Ergebnisse können Sie unter www.sparda-wohnen2019.de einsehen

In der Theorie haben Eltern ein Recht darauf, eine Betreuung für Ihre Kinder zu erhalten. Der Gesetzgeber garantiert das zwar, jedoch sieht dies in der Praxis oft anders aus. Immer wieder scheitert die Kinderbetreuung an der räumlichen, personellen oder örtlichen Situation. Deshalb sorgt eine Vielzahl an Eltern durch eigene Initiative für die Unterbringung ihrer Kinder. Dies ist jedoch mit Kosten verbunden, welche die Gemeinden nicht auffangen können. Zudem kommt ein bekanntes Problem hinzu: Sobald Einrichtungen für Kinder erbaut werden sollen, entflammt oft ein Streit: Die Anwohner haben Einwände bezüglich des entstehenden Kinderlärms. Anfang des Jahres wurde ein entsprechender Fall vor dem Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein verhandelt.

Anspruch auf Kindergartenplatz

Eltern haben grundsätzlich einen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz für Kinder ab drei Jahren. Der Bedarf ist besonders hoch, da dieser Anspruch seit dem Jahr 2013 auch für Kinder ab Vollendung des ersten Lebensjahres gilt. Für berufstätige Eltern stellt die Betreuung der eigenen Kinder eine Notwendigkeit dar. Daher können Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden, wenn die Gemeinde keinen Kita Platz zur Verfügung stellen kann. Den Eltern entsteht dadurch oftmals ein Verdienstausfall. Vor allem alleinerziehende Eltern sind häufig davon betroffen.

Neubau von Kindertagesstätten

Kitas siedeln sich oft in verkehrsberuhigten Bereichen an. Diese befinden sich oftmals in der Nähe von Neubaugebieten Wohngebieten. Kürzlich entschied das Oberverwaltungsgericht Schleswig-Holstein zugunsten einer Kindertagesstätte. Diese sollte neu gebaut werden und fünf Gruppen mit 84 Kindern einen Platz bieten. Laut OVG Schleswig-Holstein (01.02.2019, 1 MB 1/19) stellt der von einer Kita ausgehende Lärm keine schädliche Umwelteinwirkung dar. Hierfür wurde das Bundesimmissionsschutzrecht zu Grunde gezogen. Die Einrichtung wirkt sich äußerst positiv auf die Bedürfnisse anliegender Eltern aus. Die angrenzenden Nachbarn müssen den Verkehrslärm durch das Bringen und Abholen der Kinder hinnehmen. Auch das angrenzende Elterncafé stellt keine schädliche Auswirkung für die Anwohner dar. Die Kita kann gebaut werden.

Immobilieneigentümer, Verwalter, Bauherren und Politiker wissen: Gebäude haben einen wesentlichen Einfluss auf das gegenwärtige Klima. Durch den hohen Energieverbrauch tragen Immobilien viel zum Thema Klimawende bei. Allerdings wirken sich die vielen Regeln und undurchsichtigen Fördermaßnahmen negativ auf die Entwicklung aus.

Erneuerung veralteter Heizanlagen

In ganz Deutschland gibt es rund 21 Millionen Heizanlagen in den bestehenden Immobilien. Davon arbeiten jedoch mehr als zwei Drittel mit einer veralteten Technik. Diese Tatsache wirkt sich äußerst negativ auf das Klima aus. Für die schleppende Energiewende wird auch in den Medien häufig die Politik zur Verantwortung gezogen. Der Großteil der Bundesbürger spricht sich dafür aus, dass der Hebel bei den Strompreisen angesetzt wird. Somit könnte umweltfreundliche Heiztechnik kostengünstiger betrieben werden. Dies ermittelte der Energie-Trendmonitor 2019 in einer repräsentativen Umfrage (1.000 Teilnehmer).

Lösungsansätze für die Energiewende vorhanden

Der Großteil der Verbraucher möchte auf klimafreundliche Heiztechnik umsteigen. Etwa 80 Prozent sind für das Ende fossiler Brennstoffe, wie zum Beispiel Erdöl und Erdgas. Damit stehen Immobilienbesitzer der Energiewende im privaten Bereich positiv gegenüber. Solange allerdings die Preise für Öl und Gas niedrig sind, ist der Anreiz in für eine Modernisierung der Anlagen zu niedrig. Will Deutschland die Klimaziele erreichen, so müssen veraltete Heizungsanlagen gegen umweltfreundliche und moderne Geräte eingetauscht werden.

Immer wieder verfehlt die Politik allerdings die gesetzten Klimaziele. Durch diese Tatsache sinkt das Interesse der Bevölkerung zunehmend. Um diesem Fakt entgegenzuwirken, gehen weltweit Schülerinnen und Schüler mit den „Fridays for Future“ Demonstrationen auf die Straße. Sie erhoffen sich damit mehr Aufmerksamkeit für den Klimaschutz und die dadurch entstehenden Folgen. Ein weiterer Hoffnungsschimmer geht vom Frauenhofer-Institut aus: Es wurden solare Energiesysteme entwickelt, welche vollständig in Fassaden und Dächer integriert werden können. Für solare Gebäudehüllen bildet sich momentan ein weltweiter Markt, welcher den Energieverbrauch dauerhaft beeinflussen kann.

Der Erwerb einer Immobilie stellt eine große Investition, sowie eine langfristige Wertanlage dar. Dies ist unabhängig davon, ob das Gebäude selbst genutzt wird, oder ob das Haus vermietet wird. Für alle Eigentümer ist es daher wichtig zu wissen, wie sich die Investition im Laufe der Zeit entwickeln wird. Das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut hat in einer Studie ermittelt, wie die Wertentwicklung zu beurteilen ist.

Positive Wertentwicklung für Immobilieneigentümer

Sobald die Preise in einem Ort steigen, erhöht sich selbstverständlich auch der Wert einer Immobilie. In den vergangenen Jahren konnte die Mehrheit der Immobilieneigentümer in Deutschland eine positive Wertentwicklung verzeichnen. Die zukünftige Auswirkung auf die Preise wird in den Städten und Landkreisen allerdings sehr unterschiedlich sein. Dies ist abhängig von folgenden Faktoren:

  • Angebot und Nachfrage
  • Alters- und Bevölkerungsstruktur
  • Haushaltsgröße
  • Entwicklung des Einkommens im Vergleich zu den Wohnungskosten

Die Studie des HWWI ergab folgendes: Die Preise für Immobilien werden bis zum Jahr 2030 vor allem in Ballungsräumen immer weiter steigen. Auch in attraktiven ländlichen Gegenden können Eigentümer von einer positiven Wertentwicklung ausgehen. In 55 Prozent der Regionen werden demnach Preissteigerungen erwartet. Insgesamt wurden 401 Regionen statistisch untersucht. Genau 181 davon müssen laut der Studie allerdings mit fallenden Preisen rechnen.

Regionale Unterschiede entscheidend

Für eine genauere Beurteilung müssen die Ergebnisse der Studie allerdings differenziert betrachtet werden. Regionen mit den höchsten Steigerungen sind unter anderem: Heilbronn, Potsdam und Cloppenburg. Orte im Osten Deutschlands zählen zu den Verlierern im Bereich Immobilien. In den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg gelten überwiegend sehr gute Bedingungen für Wohneigentum. Die Wertentwicklungen reichen von minus 5,52 Prozent bis zu plus 2,99 Prozent. Zu guter Letzt: Eine wachsende Bevölkerungszahl ist ein wichtiges Indiz für eine positive Wertentwicklung im Bereich Immobilien.

Die Städte Frankfurt, München und Hamburg haben eines gemeinsam: Es fahren täglich rund 300.000 Pendler von außerhalb in die Städte um dort zu arbeiten. Damit wird Deutschland immer mehr zum Land der Pendler. Da die Immobilienpreise in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind, steigt auch die Anzahl der Pendler an. Das Wohnen außerhalb der Stadt ist günstiger, deshalb nehmen viele Arbeitnehmer die weite Fahrt in Kauf.

Pendler in allen Berufszweigen

Die Quantum Research Unit gibt an, dass die Pendlerzahlen je nach Beruf variieren. Bei Akademikern wird oft vorausgesetzt, dass eine erhöhte Mobilität für sie selbstverständlich ist. Dadurch wird unter anderem versucht, Karriere und Familie unter eine Hut zu bringen. Allerdings nehmen auch Geringverdiener zunehmend längere Pendlerstrecken in Kauf. Dieser Trend schlägt sich unter anderem in der Wanderungsbilanz nieder. Die Top-7-Städte haben in den letzten Jahren an Einwohnern verloren. Im Gegensatz dazu stieg die Zahl der Baufertigstellungen außerhalb der Großstädte deutlich an. Auch die Anträge auf Baukindergeld bestätigen diese Prognose: 62,5 Prozent der Anträge kommen aus dem ländlichen Raum, aus den Städten hingegen nur 37,5 Prozent.

Pendler sparen beim Hauskauf

Pendler sind oft dazu bereit, täglich zweimal 50 Minuten zu pendeln, wenn sie dadurch 56 Prozent beim Hauskauf einsparen können. Eine Umfrage des Internetportals immowelt.de errechnete diese Angaben. In der 50-Minuten-Zone sind in München die Preise um 38 Prozent günstiger als im Stadtgebiet. In Hamburg sparen Pendler 45 Prozent und in Düsseldorf mit 56 Prozent sogar über die Hälfte. Jedoch zeigt sich, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren ändern könnte: Wer jetzt noch Geld sparen möchte, muss den Umkreis um die Stadt erweitern. Berechnet man dann die Fahrtkosten mit ein, ist die Ersparnis nicht mehr ganz so hoch. Eine Autofahrt von nur 20 Minuten ist für die Mehrheit akzeptabel. Doch in diesem Radius stiegen die Häuserpreise zum Teil noch stärker an, als im Stadtgebiet.

Wohnräume in der Stadt erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Auch in Deutschland ist diese Tendenz seit Jahren vermehrt zu beobachten. Allerdings deutet vieles darauf hin, dass sich dieser Trend in nächster Zeit wandeln wird.

Einwohnerboom in deutschen Großstädten

Die deutschen Großstädte haben so viele Einwohner wie nie. Dafür sind vor allem junge Menschen verantwortlich. Zum Studieren und Arbeiten zieht es sie immer mehr in große Städte. Die deutsche Hauptstadt Berlin ist zwischen den Jahren 2011 und 2017 jedes Jahr um 1,4 Prozent gewachsen. Ebenso haben Hamburg und München ein Wachstum von mehr als einem Prozent zu verzeichnen. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) bestätigt diese Fakten.

Wandlung im Wohnungsmarkt

Das IW-Institut beobachtet seit 2014 eine Wandlung im Wohnungsmarkt. Vor dem Jahr 2014 lagen die Immobilienpreise in den Großstädten in einem preiswerten Bereich. Inzwischen gibt es allerdings kaum erschwingliche Häuser und Wohnungen. Am Beispiel von Stuttgart und München ist ersichtlich, wie dicht die Städte bebaut sind. Auch aus diesem Grund zieht es immer mehr Menschen ins Umland der Großstädte. Mit Beginn der Familiengründung verlassen viele Anwohner das Zentrum und finden Immobilien in ländlicheren Gegenden.

Sehr ländlich gelegene Gegenden mit schlechter Infrastruktur profitieren von dem neuen Trend jedoch nur wenig. Während der Stadtrand und die Speckgürtel immer mehr Zulauf finden, schrumpfen kleine Gemeinden weiterhin. Eine schlechte Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr und schlechte Breitbandversorgung schrecken viele Menschen ab.

Das Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung bestätigt diese Tatsache. Ergänzt wird jedoch folgendes: Die Bevölkerung zieht nicht nur in Metropolregionen wie Berlin, Hamburg, München oder Köln. Auch Mittel- und Kleinstädte im ländlichen Raum ziehen Bewohner an. Allerdings bringt die sogenannte Reurbanisierung nicht allen Städten Vorteile. Manche Großstädte verlieren über den Suburbanisierungsprozess an Bevölkerung, während der Überschwappeffekt sich positiv auf Kommunen am Rande der Großstädte direkt auswirkt.