Die immer höher werdenden Mieten lösen bei vielen Bürgern Frustration aus. In Demonstrationen gehen tausende gegen den Mietwahnsinn auf die Straße. Die Mietpreise steigen immer weiter an, was bei vielen Bürgern eine Frustration auslöst. Die richtige Berechnung der ortsüblichen Vergleichsmiete ist hierbei die Grundlage für entsprechende Diskussionen. Gilt die Mietpreisbremse, so orientiert sich die Neuvertragsmiete an der ortsüblichen Vergleichsmiete. Diese kann durch drei Maßnahmen festgestellt werden: Mit dem örtlichen Mietspiegel, durch das Gutachten eines Sachverständigen, oder durch drei Vergleichswohnungen.

Der qualifizierte Mietspiegel

In vielen Städten existiert ein Mietspiegel, auf den Mieter und Vermieter jederzeit zugreifen können. Anhand des Mietspiegels kann die Höhe einer Wohnungsmiete bestimmt werden. Zudem kann ebenso die Zulässigkeit einer Mieterhöhung überprüft werden. Vor Gericht kommt einem Mietspiegel eine Vermutungswirkung zu (§ 558d Abs. 3 Bürgerliches Gesetzbuch). Hierfür ist es jedoch vonnöten, dass er offiziell anerkannt ist und zugleich nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen aufgestellt wurde. Nach vier Jahren ist der Mietspiegel neu zu erstellen. Alle zwei Jahre muss er überprüft werden. Nur durch eine regelmäßige Kontrolle kann gewährleistet werden, dass die Zahlen korrekt sind.

Sachverständige prüfen Mietpreise

Gibt es keinen Mietspiegel, so wird ein Sachverständiger ins Spiel gebracht. Dieser überprüft die Höhe der Miete, wenn ebenfalls nicht auf Vergleichswohnungen zurückgegriffen werden kann. In den Städten Bremen, Kiel und Kassel konnten laut „Haus & Grund“ keine Gutachten erstellt werden. Drei Experten haben in Berlin ein und dieselbe Wohnung begutachtet. Dabei kam es zu drei unterschiedlichen Ergebnissen mit Abweichungen von 26 Prozent. In Bonn gab es nach einer Begutachtung sogar Abweichungen von 27 Prozent. Dort wurden erst nach langer Suche drei Gutachter gefunden, welche die Mietpreise bewerten konnten. Durch die variierenden Ergebnisse werden die Mieter und Vermieter deutlich verunsichert. Ein Mietspiegel könnte hierbei Abhilfe schaffen und gerechte Mietpreise in allen Städten durchsetzen.

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