Immobilieneigentümer, Verwalter, Bauherren und Politiker wissen: Gebäude haben einen wesentlichen Einfluss auf das gegenwärtige Klima. Durch den hohen Energieverbrauch tragen Immobilien viel zum Thema Klimawende bei. Allerdings wirken sich die vielen Regeln und undurchsichtigen Fördermaßnahmen negativ auf die Entwicklung aus.

Erneuerung veralteter Heizanlagen

In ganz Deutschland gibt es rund 21 Millionen Heizanlagen in den bestehenden Immobilien. Davon arbeiten jedoch mehr als zwei Drittel mit einer veralteten Technik. Diese Tatsache wirkt sich äußerst negativ auf das Klima aus. Für die schleppende Energiewende wird auch in den Medien häufig die Politik zur Verantwortung gezogen. Der Großteil der Bundesbürger spricht sich dafür aus, dass der Hebel bei den Strompreisen angesetzt wird. Somit könnte umweltfreundliche Heiztechnik kostengünstiger betrieben werden. Dies ermittelte der Energie-Trendmonitor 2019 in einer repräsentativen Umfrage (1.000 Teilnehmer).

Lösungsansätze für die Energiewende vorhanden

Der Großteil der Verbraucher möchte auf klimafreundliche Heiztechnik umsteigen. Etwa 80 Prozent sind für das Ende fossiler Brennstoffe, wie zum Beispiel Erdöl und Erdgas. Damit stehen Immobilienbesitzer der Energiewende im privaten Bereich positiv gegenüber. Solange allerdings die Preise für Öl und Gas niedrig sind, ist der Anreiz in für eine Modernisierung der Anlagen zu niedrig. Will Deutschland die Klimaziele erreichen, so müssen veraltete Heizungsanlagen gegen umweltfreundliche und moderne Geräte eingetauscht werden.

Immer wieder verfehlt die Politik allerdings die gesetzten Klimaziele. Durch diese Tatsache sinkt das Interesse der Bevölkerung zunehmend. Um diesem Fakt entgegenzuwirken, gehen weltweit Schülerinnen und Schüler mit den „Fridays for Future“ Demonstrationen auf die Straße. Sie erhoffen sich damit mehr Aufmerksamkeit für den Klimaschutz und die dadurch entstehenden Folgen. Ein weiterer Hoffnungsschimmer geht vom Frauenhofer-Institut aus: Es wurden solare Energiesysteme entwickelt, welche vollständig in Fassaden und Dächer integriert werden können. Für solare Gebäudehüllen bildet sich momentan ein weltweiter Markt, welcher den Energieverbrauch dauerhaft beeinflussen kann.