Heizenergiebedarf bleibt auf konstantem Niveau
Der Bedarf an Heizenergie in Deutschland zeigt sich weiterhin stabil. Auch im Jahr 2024 heizten private Haushalte in etwa genauso viel wie im Jahr zuvor. Während sich die Kosten für Heizenergie insgesamt moderater entwickelten, verteuerte sich Fernwärme deutlich stärker als im Vorjahr. Für eine erfolgreiche Wärmewende braucht es in diesem Bereich vor allem transparente Preise und eine verlässliche Regulierung.
Mit Blick auf den Winter 2025/26 besteht kein Anlass mehr, von einer Energiekrise zu sprechen. Die Versorgung ist gesichert, dennoch bleibt das Thema präsent, da Heizenergie weiterhin kostspielig ist. Trotz der Entspannung bei den Preissteigerungen haben viele Haushalte ihr sparsames Heizverhalten aus der Zeit der Energiekrise beibehalten. Der temperaturbereinigte Heizenergieverbrauch lag 2024 nahezu auf dem Niveau des Vorjahres und damit weiterhin rund sieben Prozent unter dem Stand von 2021. Gleichzeitig sanken die CO₂-Emissionen im Wohngebäudesektor leicht. Das zeigt der aktuelle Wärmemonitor des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).
Im Vergleich zum Vorjahr verlangsamte sich der Preisanstieg bei Heizenergieträgern deutlich: Im Durchschnitt erhöhten sich die Kosten 2024 um etwa sechs Prozent, nachdem es im Jahr zuvor noch rund 20 Prozent gewesen waren. Nach dem Wegfall der staatlichen Preisbremsen verteuerte sich Fernwärme allerdings erheblich – mit einem Plus von 27 Prozent. Das hat spürbare Auswirkungen auf private Haushalte und stellt zugleich eine Herausforderung für die Wärmewende dar. Beim Heizenergieverbrauch bestehen weiterhin regionale Unterschiede: In Ostdeutschland lag der temperaturbereinigte Bedarf im Durchschnitt etwa 15 Prozent niedriger als im Westen, was vor allem auf höhere Sanierungsquoten zurückgeführt wird.
Gleichzeitig zeigt sich eine wachsende Bereitschaft vieler Eigentümerinnen und Eigentümer, ihre Heizsysteme zu modernisieren. Das Potenzial für klimaneutrale Heizlösungen in deutschen Eigenheimen ist groß, wie das „Monitoring Energiewende im Eigenheim“ der Initiative Klimaneutrales Deutschland (IKND) verdeutlicht. Laut Zensus verfügen bereits rund 25 Prozent der Hausbesitzer:innen über eine klimafreundliche Heizung. Weitere 40 Prozent planen innerhalb der nächsten fünf Jahre eine Umstellung – darunter 23 Prozent auf Wärmepumpen, 15 Prozent auf Solarthermie und sechs Prozent auf Holzpellet-Heizungen.
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