Ein neues Rekordniveau erreichte die Zahl der Finanzierungen in diesem Jahr. Im Juni 2019 überstieg die Darlehenshöhe die 250.000-Euro-Marke. Bereits im Frühjahr zeichnete sich in Deutschland ab, dass die Anzahl der Finanzierungen immer mehr ansteigt. Das Eigenheim gewinnt für die Bundesbürger immer mehr an Bedeutung. Wie wichtig ist dabei die Höhe des Eigenkapitals?

Eigenkapital oder 100-Prozent-Finanzierung

Laut den Banken empfiehlt sich eine Mindestsumme von 20 Prozent an Eigenkapital. Allerdings ist auch eine 100-Prozent-Finanzierung möglich. In vereinzelten Fällen finanzieren Banken auch ohne eigenes Vermögen. Auch Personen mit geringer Eigenkapitalausstattung haben somit eine Chance auf ein Eigenheim. Die Vollfinanzierung bezieht sich allerdings lediglich auf den Kaufpreis. Die Kaufnebenkosten sind nicht enthalten. Hierzu kommen unter anderem folgende Beträge:

  • Makler und Notar
  • Grunderwerbsteuer
  • Behördenleistungen

Rund 15 Prozent des Kaufpreises sind für die Nebenkosten einzuplanen. Da das Zinsniveau im Moment relativ niedrig ist, empfiehlt sich eine langfristige Zinsbindung von mindestens zehn Jahren. Darüber hinaus sollte zusätzlich eine hohe Tilgungsrate vereinbart werden, damit das Darlehen möglichst zügig abbezahlt wird.

Höhe der Zinssätze variiert je nach Eigenkapital

Die Zinssätze der Banken staffeln sich nach dem Beleihungsauflauf. Dies entspricht dem Anteil des Kredites am Immobilienwert. Bis zu 50 oder 60 Prozent des Kaufpreises gelten als die besten Konditionen. Für alles über diesem Wert wird ein Aufschlag auf das gesamte Darlehen berechnet. Das heißt, dass der Finanzierungsanteil über 80 Prozent des Kaufpreises oft doppelt so teuer wird. Je mehr Eigenkapital die künftigen Eigentümer aufbringen, desto niedriger ist der Darlehensbetrag. Dadurch kann das aufgenommene Geld schneller zurückgezahlt werden und das Risiko für die Bank sinkt. Auch die Zinsen sind dadurch niedriger. Für Kreditnehmer ist es also lohnenswert, möglichst viel Eigenkapital in die Hand zu nehmen. Informationen hierzu finden Sie bei der Stiftung Warentest unter www.test.de/baufi-tipps. Unter www.test.de/rechner-grenzzinsen finden Sie einen Finanzrechner zum Thema Darlehen und Co.