Die Städte Frankfurt, München und Hamburg haben eines gemeinsam: Es fahren täglich rund 300.000 Pendler von außerhalb in die Städte um dort zu arbeiten. Damit wird Deutschland immer mehr zum Land der Pendler. Da die Immobilienpreise in den letzten Jahren deutlich gestiegen sind, steigt auch die Anzahl der Pendler an. Das Wohnen außerhalb der Stadt ist günstiger, deshalb nehmen viele Arbeitnehmer die weite Fahrt in Kauf.

Pendler in allen Berufszweigen

Die Quantum Research Unit gibt an, dass die Pendlerzahlen je nach Beruf variieren. Bei Akademikern wird oft vorausgesetzt, dass eine erhöhte Mobilität für sie selbstverständlich ist. Dadurch wird unter anderem versucht, Karriere und Familie unter eine Hut zu bringen. Allerdings nehmen auch Geringverdiener zunehmend längere Pendlerstrecken in Kauf. Dieser Trend schlägt sich unter anderem in der Wanderungsbilanz nieder. Die Top-7-Städte haben in den letzten Jahren an Einwohnern verloren. Im Gegensatz dazu stieg die Zahl der Baufertigstellungen außerhalb der Großstädte deutlich an. Auch die Anträge auf Baukindergeld bestätigen diese Prognose: 62,5 Prozent der Anträge kommen aus dem ländlichen Raum, aus den Städten hingegen nur 37,5 Prozent.

Pendler sparen beim Hauskauf

Pendler sind oft dazu bereit, täglich zweimal 50 Minuten zu pendeln, wenn sie dadurch 56 Prozent beim Hauskauf einsparen können. Eine Umfrage des Internetportals immowelt.de errechnete diese Angaben. In der 50-Minuten-Zone sind in München die Preise um 38 Prozent günstiger als im Stadtgebiet. In Hamburg sparen Pendler 45 Prozent und in Düsseldorf mit 56 Prozent sogar über die Hälfte. Jedoch zeigt sich, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren ändern könnte: Wer jetzt noch Geld sparen möchte, muss den Umkreis um die Stadt erweitern. Berechnet man dann die Fahrtkosten mit ein, ist die Ersparnis nicht mehr ganz so hoch. Eine Autofahrt von nur 20 Minuten ist für die Mehrheit akzeptabel. Doch in diesem Radius stiegen die Häuserpreise zum Teil noch stärker an, als im Stadtgebiet.