hybride Immobilien

Hybride Fahrzeuge kennt heute jeder, doch die hybriden Immobilien sind ebenfalls im Kommen. Dabei handelt es sich um einen modernen Begriff für eine Sache, die eigentlich schon lange bekannt und bewährt ist. Es bedeutet nämlich einfach, dass es sich um gemischt genutzte Immobilien handelt.

Die ersten hybriden Immobilien gab es bereits im Mittelalter

In den ersten Städten des Mittelalters war die gemischte Nutzung ganz normal. Im Erdgeschoss der Häuser befanden sich die Geschäfte, darüber Kontore und in der nächsten Etage die Wohnungen. Das machte die Zentren der Städte lebendig, und zwar zu jeder Zeit.

Heute herrscht in den Städten eine monofunktionale Nutzung vor, die jedoch unerwünschte Auswirkungen hat. Die Städte sind am Tag überfüllt, mutieren am Abend jedoch zu Geisterstädten. In den Wohngebieten ist es genau anders herum. Doch besonders städtische Häuser mit mehreren Stockwerken, sogar Hochhäuser, könnten durch eine hybride Nutzung zu interessanten und beliebten Projekten werden. Gerade die steigenden Einwohnerzahlen und knappen Flächen in der Stadt machen Innovationen notwendig.

Was hält Investoren davon ab, in solche Projekte zu investieren? Um hybride Immobilien zu planen, braucht es eine aufwendige und teure Planung, die viele Verantwortliche abschreckt.

Eine Arbeit nimmt hybride Immobilien unter die Lupe

Wenn man die Dinge genau betrachtet, dann werden sie oft sehr viel klarer. So ist es mit den Kosten, die durch die Planung hybrider Immobilien entstehen können. Eine Forschungsarbeit an der International School of Management (ISM) zeigt, dass es mit der richtigen Kosten-Nutzen-Rechnung viel Potenzial gibt. Die Ergebnisse machen Hoffnung auf ein neues und innovatives Stadtbild.

Bis in die Mitte der 1980er-Jahre folgte Stadtplanung dem Ideal der Funktionstrennung. Wohnen und Arbeiten sollten voneinander getrennt werden. Beispiele, die nach dieser Philosophie entstanden sind, sind die Bürostadt Niederrad in Frankfurt oder die City-Nord in Hamburg. Doch heute können Städte ganz anders aussehen, wie etwa die HafenCity in Hamburg zeigt. Hier werden rund 15.000 Menschen in 7.500 Wohnungen wohnen und sich den Platz mit 45.000 Arbeitsplätzen teilen, von denen 35.000 Büroarbeitsplätze sein werden. Die HafenCity ist derzeit das größte inner-städtische Stadtentwicklungsprojekt Europas und kann zeigen, wie unsere Städte morgen genutzt werden können.