Wenn alle Bundesbürger, die dies möchten, eine Immobilie besitzen würden, dann läge die Wohneigentumsquote bei 75 Prozent. Im Moment liegt dieser Prozentsatz bei 47. Demnach ist Deutschland auch weiterhin eine Mieternation – und das ohne, dass die Bürger dies wollen.

Studienergebnisse liefern Zahlen und Fakten

Das Meinungsforschungsinstitut YouGov Deutschland hat im Auftrag des Immobilienverbandes Deutschland (IVD) eine repräsentative Umfrage erstellt. Diese lieferte unter anderem folgende Ergebnisse und Informationen:

  • 51 Prozent der Nicht-Eigentümer möchten gerne eine Immobilie besitzen.
  • 54 Prozent der teilnehmenden Personen gaben an, dass sie im Moment keinen eigenen Wohnraum besitzen.
  • 32 Prozent denken, dass sie niemals in der Lage sein werden, eine Immobilie zu erwerben.
  • 19 Prozent möchten in naher Zukunft ein Eigenheim beziehen.

Die größte Intention für den Erwerb einer Immobilie ist für die Studienteilnehmer die eigene Altersvorsorge. Weitere Gründe sind unter anderem: Die Unabhängigkeit von einem Vermieter (48 Prozent), die Unabhängigkeit von der Mietpreisentwicklung (44 Prozent), eine sichere Kapitalanlage (43 Prozent), sowie die Erfüllung eines Lebenstraums (42 Prozent).

Dem ganzen stehen natürlich auch diverse Hürden entgegen. So nannten zwei Drittel der Befragten fehlendes Eigenkapital als Hindernis. Ein weiterer Teil erwähnte, dass die deutsche Wohnungspolitik eigenes Eigentum erschwert. Dadurch ergibt sich die geringe Prozentzahl an Wohnungseigentümern.

Haushaltseinkommen als Maßstab

Je geringer das Haushaltseinkommen ist, desto niedriger ist auch die Immobilieneigentumsquote. Hierbei würden das geplante KfW-Bürgschaftsprogramm und ein Freibetrag bei der Grunderwerbssteuer den Bürgern entgegenkommen. Die Einkommensquote staffelt sich hierbei wie folgt:

  • Liegt das monatliche Nettoeinkommen zwischen 2.000 und 6.000 Euro dann beträgt die Immobilienquote 55 Prozent
  • Bei einem Einkommen unter 2.000 Euro liegt die Quote bei 28 Prozent. Diese Lücke zeigt auf, dass eine Angleichung auch unter Beachtung der sozialen Aspekte wünschenswert wäre. Die Zukunft wird zeigen wie sich der Immobilienmarkt im weiteren Verlauf entwickeln wird.