Herausforderungen für die Wohnungswirtschaft durch eine alternde Gesellschaft

Die wachsende Zahl älterer Menschen stellt die Wohnungswirtschaft vor große Herausforderungen, insbesondere hinsichtlich der Bereitstellung bezahlbaren und altersgerechten Wohnraums. Themen wie barrierefreies Wohnen und Service-Wohnen für Seniorinnen und Senioren rücken dabei in den Fokus.

Die Altersstruktur der deutschen Bevölkerung hat sich in den vergangenen siebzig Jahren stark verändert. Laut dem Statistischen Bundesamt war 1950 noch jeder Zehnte 65 Jahre oder älter. Im Jahr 2021 ist dieser Anteil auf über ein Fünftel gestiegen. Gleichzeitig sank der Anteil der unter 15-Jährigen von 23 Prozent im Jahr 1950 auf 14 Prozent im Jahr 2021. Der Anteil der Personen im erwerbsfähigen Alter blieb hingegen relativ konstant und machte auch 2021 mit 64 Prozent den größten Teil der Bevölkerung aus.

Eine vom Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR) geförderte Studie zeigt, dass bisher zu wenig Strategien für die Versorgung älterer Menschen mit altersgerechtem Wohnraum entwickelt wurden.

Ein zentraler Hebel, um die Versorgung älterer Menschen mit altersgerechtem Wohnraum zu gewährleisten, ist die Verzahnung verschiedener Handlungsfelder. Wohnungsunternehmen sollten Mieterinnen und Mieter für das Wohnen im Alter sensibilisieren, ein entsprechendes Wohnungsangebot bereitstellen und dieses gezielt für ältere Menschen vermarkten. Zudem sollten ältere Menschen bei der Vermietung besonders berücksichtigt werden.

Durch die Bereitstellung von Ansprechpartnern können Wohnungsunternehmen die Kommunikation mit älteren Menschen verbessern und deren Anliegen besser berücksichtigen. Bei vielen Aufgaben können auch Dienstleister und Kooperationspartner unterstützen, beispielsweise im Bereich sozialer Angebote im Quartier.

Ein gutes, altersgerechtes Wohnungsangebot kommt nicht nur den älteren Menschen zugute, sondern kann auch Bewegung in den Wohnungsmarkt bringen. Ältere Menschen machen oft große Wohnungen frei, die dann jungen Familien mit Kindern oder Wohngemeinschaften zur Verfügung stehen.

Glasfaser: Der Stand der Digitalisierung in Deutschland

Verfügen Sie über einen Glasfaseranschluss? Dann gehören Sie zu den glücklichen 30 Prozent der Deutschen, die Zugang zu schnellem Internet haben – auch wenn noch nicht alle tatsächlich angeschlossen sind. Doch wie steht es insgesamt um die Digitalisierung in Deutschland?

Im August 2022 haben das Bundesdigitalministerium und die Bundesregierung erstmals eine eigene Digitalstrategie verabschiedet, um zentrale Maßnahmen zur Digitalisierung umzusetzen. Seitdem ist einiges passiert: Gigabit-Anschlüsse sind für 74 Prozent der Haushalte verfügbar, und fast ein Drittel der Haushalte kann auf Glasfaseranschlüsse zugreifen. Innerhalb eines Jahres ist die Verfügbarkeit von Glasfaser um 50 Prozent gestiegen.

Die Digitalisierung fördert Bildung und Qualifizierung, verbessert effiziente Verwaltungsprozesse, reduziert Bürokratie und verändert die Arbeitswelt. Ein Ausbau der Digitalisierung würde das Leben vieler Menschen erleichtern – ob bei der Beantragung eines neuen Personalausweises, der Ummeldung des Wohnsitzes, der An- und Abmeldung eines Autos oder der Einreichung eines Bauantrags.

Deutschland hat eine der höchsten 5G-Abdeckungen in Europa. Millionen Bürger nutzen bereits das elektronische Rezept und profitieren vom digitalen Deutschlandticket, das über Tarifgrenzen hinweg gilt. Die elektronische Patientenakte wird ab dem 15. Januar 2025 als Opt-Out-Anwendung eingeführt.

Im weltweiten Vergleich ist Deutschland jedoch nicht führend. Südkorea hat mit 89 Prozent den höchsten Glasfaseranteil aller OECD-Länder, gefolgt von Japan, Island, Spanien und Schweden. Deutschland liegt mit einem Glasfaseranteil von etwa zehn Prozent auf Platz 36 im Länderranking.

Die Bundesregierung hat sich im Rahmen ihrer Gigabitstrategie das Ziel gesetzt, Deutschland bis 2030 flächendeckend mit Glasfaser zu versorgen. Laut der 6. Gigabit 2024 Studie wird es Mitte 2024 in Deutschland 45,9 Millionen Haushalte mit Glasfaseranschluss geben – über zwei Millionen mehr als Ende 2023.

Balkonkraftwerk: Solarenergie kann jetzt fast jeder nutzen

Sonne und Wasser haben einst das Leben auf der Erde ermöglicht. Um angesichts der Klimakrise die Nutzung der Sonnenenergie voranzutreiben, haben Bundestag und Bundesrat das Solarpaket verabschiedet. Unter anderem sollen Balkonkraftwerke jetzt schneller und einfacher nutzbar werden.

Das Solarpaket enthält zahlreiche Maßnahmen, die den Ausbau der Solarenergie und ihre Verbreitung in der Gesellschaft ermöglichen. Der beschleunigte Ausbau erneuerbarer Energien ist entscheidend, um die Klimaziele zu erreichen. Die Minisolaranlage auf dem Balkon oder die Photovoltaikanlage auf dem Mehrfamilienhaus soll unbürokratischer möglich sein. Künftig können Privatpersonen Minisolaranlagen ohne aufwändige Antragsverfahren betreiben. Die umfangreichen Regelungen für Solaranlagen auf Äckern und Feldern werden abgebaut und Vermieter können Photovoltaik-Strom für ihre Mieter im Mehrfamilienhaus produzieren.

In der Praxis sind noch nicht alle Details geklärt, aber rechtlich ist der Weg frei. Dabei geht es um die Umstellung der bisher in Deutschland üblichen Steckdosen-Einspeiseobergrenze auf die international üblichen 800 Voltampere. Für die meisten Steckdosen-Solaranlagen entfällt mit dem Solarpaket nun die Begrenzung auf 600 Voltampere. Balkonanlagen müssen nach Inkrafttreten des Gesetzes nicht mehr beim Netzbetreiber, sondern nur noch im Marktstammdatenregister bei der Regulierungsbehörde angemeldet werden.

Die Stiftung Warentest hat marktübliche Balkonkraftwerke getestet. Zwar konnten alle Strom erzeugen und direkt verbrauchen, aber drei Anlagen fielen durch, weil ihre Wechselrichter andere Elektrogeräte oder Funkverbindungen stören. Nur eine von acht Anlagen ist gut. Die Anlagen kosten zwischen 500 und 900 Euro. Die Preise sind in Bewegung, Tendenz fallend. Die Testergebnisse zeigen, welche Wechselrichter Probleme machen, welche Balkon-Solaranlagen am meisten Strom liefern und welches Kraftwerk Testsieger wurde.

Tipp: Die Testergebnisse finden Sie unter www.test.de/balkonkraftwerk-test-5501703-0 (für 4,90 Euro).

(Foto: © Torsten Simon, Pixabay)

Wohnungssuche angespannt – Mietpreisbremse verlängert

Die Entwicklung der Mieten hat sich in den letzten zwei Jahren deutlich von der Entwicklung der Immobilienpreise abgekoppelt. In vielen Großstädten ist die Wohnungssuche angespannt. Mit der Verlängerung der Mietpreisbremse will die Politik gegensteuern.

Das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage zeigt sich derzeit besonders deutlich in Berlin. In den vergangenen zwei Jahren sind die Angebotsmieten für Bestandswohnungen um durchschnittlich 9,1 Prozent gestiegen. Kostete der Quadratmeter im April 2022 noch 12,18 Euro, müssen Wohnungssuchende inzwischen 13,29 Euro zahlen. Auch in München gab es in der Vergangenheit Versuche, den Mietanstieg zu bremsen – bislang ohne Erfolg. Das Münchner Mietniveau ist das mit Abstand höchste in Deutschland. In den vergangenen zwei Jahren stiegen die durchschnittlichen Angebotsmieten um 8,0 Prozent auf 18,58 Euro pro Quadratmeter.

In den anderen Großstädten verläuft die Preiskurve etwas flacher. In Hamburg sind die Angebotsmieten um 5,1 Prozent gestiegen. Mit 13,99 Euro liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis nur noch knapp unter der 14-Euro-Marke. In Frankfurt (14,07 Euro) wurde diese nach einem Plus von 3,3 Prozent zuletzt überschritten.

Um stark steigende Mieten zu begrenzen, wurde 2015 die Mietpreisbremse eingeführt. Sie sollte eigentlich 2025 auslaufen, wurde nun aber bis 2029 verlängert. Danach darf die Miete bei Neu- und Wiedervermietungen in angespannten Wohnungsmärkten nur noch zehn Prozent über der ortsüblichen Miete liegen. Ausgenommen sind Neubauten und umfassend sanierte Wohnungen. Die Mietpreisbremse gilt in 415 deutschen Städten und Gemeinden.

Die Mietpreisbremse wird kontrovers diskutiert. Je nach politischer Ausrichtung wird die Mietpreisbremse als Investitionshemmnis für den Wohnungsbau gesehen oder als nicht ausreichend kritisiert, um den Anstieg der Mieten zu stoppen.

Fazit: Aufgrund der zuletzt stark gesunkenen Immobilienpreise lohnt es sich in einigen Regionen für Menschen, die eigentlich eine Mietwohnung suchen, die Suche auf Kaufangebote auszuweiten.

(Foto: Sylabo, Pixabay)

Bauzinsen: Zeichen stehen auf Stabilisierung

Die Zinsen für Baufinanzierungen verharren seit Jahresbeginn auf nahezu unverändertem Niveau. Die Inflationsrate hat die Europäische Zentralbank noch nicht zu Zinssenkungen veranlasst. Zinssenkungen bis zum Jahresende gelten jedoch als wahrscheinlich. Die aktuelle Stabilität gibt Interessenten mehr Sicherheit beim Immobilienkauf.

Gute Nachrichten für Wirtschaft und Verbraucher: Die Inflationsrate in Deutschland lag im März 2024 bei plus 2,2 Prozent. Im Jahresdurchschnitt 2023 hatte sie noch bei plus 5,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr gelegen.

Damit nähert sich die Inflationsrate jetzt der Zielmarke von 2,0 Prozent. Dies könnte die Europäische Zentralbank (EZB) dazu veranlassen, auf ihrer nächsten Zinssitzung die Leitzinsen zu senken – was der Wirtschaft und insbesondere dem Immobiliensektor Auftrieb geben dürfte. Der Leitzins der EZB liegt seit Monaten bei 4,5 Prozent. Dass die Notenbanker ihn noch in diesem Jahr senken werden, scheint sicher – nur der Zeitpunkt ist noch ungewiss.

Die Währungshüter haben bei der Änderung des Leitzinses viel zu bedenken: Das Wirtschaftswachstum stagniert, die Erwartungen am Markt sind gedämpft. Die nach wie vor hohen Zinsen erschweren die Finanzierung dringend notwendiger Bauprojekte. Niedrigere Zinsen würden die Wirtschaft ankurbeln, die derzeit vor sich hindümpelt.

Hohe Kreditzinsen sind Gift für die Wirtschaft, insbesondere für die Bauwirtschaft, aber sie sind wichtig, um die Inflation zu bremsen. Die Inflation sinkt zwar, aber die Zielmarke ist noch nicht erreicht und die Kerninflation wird noch einige Zeit über zwei Prozent liegen. Hinzu kommt die Sorge vor einer Lohn-Preis-Spirale, bei der Lohnerhöhungen nur eine Anpassungsreaktion auf die Inflationsentwicklung sind.

Fazit: Experten gehen mehrheitlich davon aus, dass sich die Bauzinsen für zehnjährige Darlehen in den kommenden Monaten zwischen 3,5 und vier Prozent bewegen werden. Durch die gesunkenen Immobilienpreise und die stabile Situation bei den Bauzinsen ist eine Investition in Immobilien derzeit wieder besser planbar.

(Foto: © Klimkin, Pixabay)

Immobilienmarkt: Die Zuversicht kehrt zurück

Die Stimmung auf dem Immobilienmarkt schwankt zwischen Zweckoptimismus und vorsichtiger Vorfreude. ImmoScout24 meldet: „Die Kauflust kehrt zurück“. Was das bedeutet, zeigt die „Analyse der asymmetrischen Preisentwicklungen auf dem Wohnimmobilienmarkt“.

Die Abwärtsentwicklung der Immobilienpreise hatte sich seit 2023 beschleunigt und auf immer mehr Regionen ausgeweitet. In rund 96 Prozent aller Regionen waren Eigentumswohnungen im Bestand real günstiger als im Vorjahr. Dabei waren die sieben größten Metropolen stärker betroffen als andere Großstädte, Mittelstädte und Landkreise. Nur in 16 Regionen sind die Preise real gestiegen. Im Durchschnitt aller Regionen sanken die Preise im Jahr 2023 gegenüber 2022 um 10,1 Prozent.

Der Europace Hauspreis-Index registriert im März 2024 einen Wendepunkt mit steigenden Immobilienpreisen in allen Segmenten. Der Gesamtindex stieg um 0,60 Prozent. Für Eigentumswohnungen wurde ein Anstieg von 0,79 Prozent verzeichnet. Auch die Preise für Einfamilienhäuser aus dem Bestand sind im Vergleich zum Vormonat um 0,4 Prozent gestiegen.

Die steigende Nachfrage seit Anfang 2024 und das anhaltend niedrige Zinsniveau haben zu dieser Entwicklung beigetragen und könnten der Beginn einer Trendwende sein. „Im Vergleich zum Vorjahr ist das Interesse am Eigentumserwerb erheblich gestiegen – in den Metropolen sogar um 49 Prozent“, sagt Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24. Im Jahr 2021 hatte die Kaufnachfrage ihren Höhepunkt erreicht, bevor sie 2022 deutlich abflachte.

Nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft repräsentieren die Städte München und Chemnitz bei der Analyse asymmetrischer Preisentwicklungen das breite Spektrum großstädtischer Immobilienmarktentwicklungen. Insgesamt zeigen sich deutliche Unterschiede für die Gesamtgruppe der 70 untersuchten Städte, deren städtische Wohnungsmärkte strukturell sehr unterschiedliche Preisentwicklungen aufweisen.

Fazit: Wer jetzt über den Kauf oder Verkauf einer Immobilie nachdenkt, sollte unbedingt die regionalen Besonderheiten berücksichtigen und die Expertise von Immobilienspezialisten in Anspruch nehmen.

(Foto: © Pedro Wroclaw, Pixabay)

Wichtige Regeln beim Erben und Vererben von Immobilien

Das Thema Erben und Vererben ist oft von Emotionen geprägt – insbesondere wenn es um Immobilien geht. Gefühle haben ihre Berechtigung, aber in steuerlicher, rechtlicher und finanzieller Hinsicht ist eine gehörige Portion Vernunft gefragt. Hier die wichtigsten Regeln:

Wer eine Immobilie erbt, sollte sich frühzeitig mit den damit verbundenen Aufgaben, Rechten und Pflichten auseinandersetzen. Dabei spielen nüchterne Fragen eine Rolle: In welchem Zustand ist die Immobilie? Ist die Liegenschaft finanziell belastet? Gibt es Umstände, die sofortiges Handeln erfordern? Welche Instandsetzungspflichten bestehen?

Sind mehrere Erben beteiligt, müssen sich alle einigen. Liegen die Interessen der Erben zu weit auseinander, kann es sinnvoll sein, die Immobilie zu verkaufen. Geld lässt sich leichter aufteilen als Immobilien. Die Erbschaft muss dem Finanzamt gemeldet werden. Dafür bleiben drei Monate nach dem Erbfall Zeit. Die Erben sollten sich in Ruhe überlegen, was sie wollen: selbst einziehen, vermieten oder verkaufen.

Im Jahr 2022 wurden Immobilien im Wert von rund 23,7 Milliarden Euro vererbt. Die Einnahmen des Staates aus der Erbschaft- und Schenkungsteuer beliefen sich auf rund 11,4 Milliarden Euro. Wie hoch die Steuer für die Erben ausfällt, hängt vom Verwandtschaftsgrad und vom Wert des Erbes ab. Außerdem sind Pflichtteilsansprüche eventuell enterbter Angehöriger zu berücksichtigen.

Erbschaften sind oft Anlass für Streit in der Familie. Wer das vermeiden will, sollte möglichst sorgfältig und vorausschauend planen. Das ist nicht nur gut für den Familienfrieden, sondern mindert auch die Steuerlast. Ohne Testament erbt derjenige, der dem Erblasser verwandtschaftlich am nächsten steht. Das sind in erster Linie Ehepartner und Kinder, dann Eltern und Geschwister und schließlich andere Verwandte.

u Fazit: Rechtzeitige Vorsorge lohnt sich. Denn die in den letzten Jahren stark gestiegenen Immobilienwerte haben dazu geführt, dass der Fiskus seine Bewertungsmethode für Immobilien geändert hat. Dadurch kann „Omas Häuschen“ plötzlich einen Wert haben, der über den Freibeträgen liegt und möglicherweise hohe Erbschaftssteuern nach sich zieht.

(Foto: © Manfred Antranias Zimmer, Pixabay)

Immobilienkauf: Sinkende Zinsen und sinkende Preise

Die Immobilienpreise nähern sich der Talsohle, der Kaufmarkt ist weniger umkämpft, sinkende Zinsen erhöhen die Kaufkraft der Immobilienkäufer und niedrigere Preise machen den Immobilienkauf wieder attraktiver.

Die Preise für energieeffiziente Immobilien steigen bereits wieder. Dies zeigt eine aktuelle Auswertung von ImmoScout24. Die Preise für Immobilien der Klassen A und B steigen im Jahresvergleich um zwei Prozent, während die Preise für Immobilien der Klassen C bis H um rund sieben Prozent sinken. Der Sanierungsbedarf in Deutschland ist nach wie vor hoch. Das ist für Kaufinteressenten wichtig. Denn neben dem Kaufpreis fallen nach dem Kauf auch Sanierungskosten an.

Die Verlangsamung des Abwärtstrends bei den Immobilienpreisen macht sich langsam auf dem Immobilienmarkt bemerkbar. Die in den letzten Monaten schwache Nachfrage belebt sich etwas. Nach wie vor stoßen Kaufinteressenten auf wenig Konkurrenz bei einem gestiegenen Angebot. Auf dem Mietwohnungsmarkt sieht die Situation dagegen ganz anders aus. Der Nachfragedruck ist enorm – teilweise kommen mehrere hundert Anfragen auf ein Mietangebot.

Die Angebotspreise für Bestandswohnungen sind laut immowelt Preiskompass im 4. Quartal 2023 deutschlandweit im Schnitt nur noch um 0,2 Prozent gesunken. Ein Ende des Preisverfalls ist in Sicht. In 30 von 75 untersuchten Großstädten sind die Kaufpreise im letzten Quartal sogar wieder gestiegen – in der Spitze um 4,2 Prozent. Steigende Preise sind in Berlin, Hamburg und Köln zu verzeichnen, sinkende in München, Frankfurt und Stuttgart.

Nach eineinhalb Jahren sinkender Immobilienpreise hat sich der Immobilienmarkt 2023 langsam an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst. Mit den sinkenden Hypothekenzinsen steigt auch die Kaufkraft der potenziellen Käufer wieder.

u Fazit: Die Niedrigzinsphase hatte zu einem außergewöhnlichen Boom auf dem Immobilienmarkt geführt. Die Immobilienpreise stiegen immer schneller. Immobilien wurden für breite Bevölkerungsschichten unerschwinglich. Jetzt bieten sich wieder Chancen für Kaufinteressenten.

(Foto: © 472301, Pixabay)

Immobilienmarkt: Der richtige Zeitpunkt zum Kauf

Wer Geld in Immobilien investieren will, braucht einen weiten Horizont, um einzuschätzen, in welcher Phase des Immobilienmarktes sich eine Investition lohnt. Die Frage lautet: Wann ist der richtige Zeitpunkt, um ein Haus oder eine Wohnung zur Eigennutzung oder als Kapitalanlage zu kaufen?

Dabei spielt auch das Alter der Kaufinteressenten eine Rolle, denn mit Beginn des Ruhestands sollte die Immobilie abbezahlt sein. Im Jahr 2023 waren Käuferinnen und Bauherren in Deutschland durchschnittlich 38 Jahre alt, als sie sich für eine eigene Immobilie entschieden.

Eine neue Prognose von empirica umfasst den Zeitraum von 2023 bis 2045. Der längere Prognosehorizont ist deshalb von Bedeutung, weil ab Mitte der 2030er Jahre ein weiterer kleiner demografischer Umbruch stattfinden wird. Die Prognose basiert auf den empirica-Regionalprognosen zu Haushaltszahlen, Neubaunachfrage und Wohnungsleerstand.

Wie viele Wohnungen fehlen? 800.000, wie die Verbände sagen, oder nur 170.000, wie das Forschungsinstitut empirica berichtet? Das hängt vom Prognosehorizont und der weiteren Entwicklung ab. Auch auf dem Immobilienmarkt gilt: Knappes Gut gleich hoher Preis. Aber auch die Bezahlbarkeit spielt derzeit eine wichtige Rolle. Eine aktuelle ImmoScout24-Analyse der 40 größten Städte in Deutschland zeigt, wie viel Wohnfläche für eine monatliche Kaltmiete von 1.000 bis 1.200 Euro im Vergleich zu einer Eigentumswohnung bei gleicher monatlicher Finanzierungssumme zu haben ist.

Die Nachfrage nach Mietwohnungen ist derzeit 21-mal höher als die nach Eigentumswohnungen. In der Hälfte der Städte ist der Wohnflächenunterschied zwischen Eigentums- und Mietwohnungen gering. In neun von 40 Städten finden Interessenten für ihr Budget mehr Wohnfläche zum Kauf als zur Miete. Für ein monatliches Budget von 1.000 bis 1.200 Euro stehen in den 40 größten Städten Deutschlands durchschnittlich 90 Quadratmeter Mietwohnfläche und 83 Quadratmeter Eigentumswohnfläche zur Verfügung.

Fazit: Die Chancen, Wohneigentum zu erwerben, sind im Vergleich zum Wohnen zur Miete deutlich gestiegen. Die Gunst der Stunde für den Immobilienerwerb rückt näher.

(Foto: © Dimitris Vetsikas, Pixabay)

So beantragen Sie die Heizungsförderung

Wer Fördermittel für die Heizungssanierung beantragen wollte, wurde auf eine harte Geduldsprobe gestellt. Doch nun geht es zumindest für Einfamilienhauseigentümer weiter. Dabei sind einige Neuerungen und Vorgaben zu beachten.

Die neue Heizungsförderung der Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW ist attraktiv. Die Basisförderung beträgt bei Einhaltung der Förderbedingungen 30 Prozent der notwendigen Aufwendungen, weitere Zuschüsse können hinzukommen. Das neue Heizungsgesetz ist seit 1. Januar 2024 in Kraft. Allerdings konnte die KfW aus technischen Gründen noch keine Anträge auf Zuschüsse oder Förderkredite entgegennehmen. Zudem gilt noch eine Übergangsregelung bis zum 31. August 2024.

Hier ein Fahrplan, wie Sie Fördergelder zu beantragen:

  • Angebote der beteiligten Handwerker einholen – von Heizungsbauern und ggf. von Handwerkern für notwendige Umbaumaßnahmen. Schließen Sie mit dem Handwerker einen Liefer- und Leistungsvertrag für eine neue förderfähige Heizung ab, ggf. unter dem Vorbehalt der Förderzusage.
  • Sie können den Heizungstausch bis zum 31. August 2024 aber auch sofort durchführen lassen, allerdings auf eigenes Risiko! Es besteht kein Rechtsanspruch auf die Förderung.

    Lassen Sie sich vom Heizungsbauer oder einem Energieberater eine Bestätigung zum Antrag (BzA) erstellen und beantragen Sie den Zuschuss im Rahmen der Übergangsregelung bis spätestens 30. November 2024 im Kundenportal KfW-Zuschussportal nachträglich.

  • Oder Sie warten die Förderzusage ab und bauen erst danach. Eigentümer eines selbst genutzten Einfamilienhauses können ab dem 27.02.2024 einen Antrag bei der KfW stellen. Eigentümer von Zwei- und Mehrfamilienhäusern sowie Wohnungseigentümergemeinschaften können ab dem 03.05.2024 Anträge stellen, Vermieter von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen ab dem 06.08.2024.
  • Bei der Antragstellung müssen Sie sich mit Ihrem Personalausweis ausweisen und einen Grundbuchauszug vorlegen. Nach Abschluss der Arbeiten benötigen Sie eine Bestätigung nach Durchführung (BnD) vom Heizungsbauer oder Energieberater. Sie müssen alle
  • Zusätzlich zum Zuschuss steht ein zinsgünstiger Ergänzungskredit für den Heizungstausch zur Verfügung. Dieser kann nur in Verbindung mit einer Förderzusage der KfW für die Heizungsförderung in Anspruch genommen werden.

(Foto: © Gerd Altmann, Pixabay)