Brandschutz

Brandschutz wird noch wichtiger: Wenn die kalte Jahreszeit Einzug hält, beginnt die Zeit der brennenden Kerzen und der Abende vor dem Kamin. Das ist romantisch und gemütlich, macht es aber erforderlich, dass man sich ausreichend vor eventuellen Bränden schützt. Denn ein Feuer kann schnell ausbrechen, und dann kann es zu spät sein.

Warum Brandschutz in der kalten Jahreszeit so wichtig ist

Die Versicherungskammer Bayern berichtet: Rund 80 Prozent aller entstehen im Herbst und Winter, besonders zur Weihnachten. Dabei sind die häufigsten Ursachen offene Feuer, vergessene Kerzen und defekte Elektrogeräte wie etwa Heizlüfter.

In Deutschland gibt es hohe Anforderungen an den Brandschutz, die gesetzlich geregelt sind. Verordnungen, Richtlinien, die Bauordnungen der Bundesländer und die Gesetze der Feuerwehr sollen dafür sorgen, dass der Brandschutz in den Haushalten eingehalten wird. Neben den baulichen, anlagentechnischen und organisatorischen Maßnahmen gibt es vieles, was Verbraucher selbst tun können, um für ihre Sicherheit und die Sicherheit ihrer Familien und Nachbarn zu sorgen. Das heißt: vorbeugender Brandschutz.

Was können Verbraucher für die Vermeidung von Bränden tun?

Halten Sie sich an folgende Vorsichtsmaßnahmen:

  • Installieren Sie in jedem Zimmer Rauchmelder. 
  • Halten Sie eine Löschdecke und einen kleinen Feuerlöscher bereit – und zwar an einem schnell erreichbaren Platz. 
  • Beaufsichtigen Sie offene Feuer wie Kamine, Kerzen und Stövchen, löschen Sie diese immer, wirklich immer, wenn Sie den Raum verlassen.
  • Stellen Sie Elektrogeräte sicher auf und so, dass weder ein Hitzestau noch eine Überhitzung benachbarter Gegenstände, Oberflächen und Rückwände entsteht.
  • An den Strom angeschlossene Elektrogeräte sollten nicht mit Wasser in Kontakt kommen. Vermeiden Sie beim Anschluss der Geräte eine Überlastung der Steckdosen und den Stand-by-Modus. 

Ergreifen Sie bauliche Maßnahmen zum vorbeugenden Brandschutz, etwa durch eine Dämmung mit nicht brennbaren Mineralien.

(Foto: © PhotosForYou, Pixabay)

Wintervorbereitung

Die Wintervorbereitung steht an – das soll jetzt getan werden.

Das Ende der Sommerzeit ist nah: sie endet offiziell am 31. Oktober 2021. Der Herbst ist in vielen Regionen schon spürbar und so lange nichts anderes entschieden ist, wird auch die Uhr wieder umgestellt. Die Arbeiten in Haus und Garten sind nun keineswegs beendet – ganz im Gegenteil. Jetzt geht es noch einmal richtig los.

Wintervorbereitung im Garten 

Was steht im Garten an, um ihn auf den Winter vorzubereiten? 

-Die meisten Stauden und Sträucher können jetzt geschnitten werden. Nehmen Sie Kopfstecklinge, um Ihre liebsten Sträucher zu vermehren.

-Graben Sie frostempfindliche Stauden wie Dahlien aus und lagern Sie diese kühl, aber frostfrei.

-Lassen Sie ein paar Ecken für Vögel und andere Tiere. Entfernen Sie nicht alle Blätter, sondern schichten Sie am Gartenrand einen Laubhaufen auf, in dem Igel überwintern können. 

-Lassen Sie den Vögeln einige vertrocknete Blüten und Samenstände zum Fressen. Sie können Stauden auch zusammenbinden und so überwintern lassen.

-Mähen Sie den Rasen ein letztes Mal. Den Rasenschnitt können Sie als Mulch liegen lassen.

-Motten Sie Ihre Geräte ein, indem Sie sie säubern und ölen.

-Jetzt ist die beste Gelegenheit, die Blütenpracht für das nächste Frühjahr vorzubereiten. Setzen Sie Blumenzwiebeln und teilen Sie Stauden, die zu groß geworden sind.

-Bringen Sie die Kübelpflanzen und Gartenmöbel in das Winterquartier.

Was ist am Haus zu tun?

Lassen Sie den Besen griffbereit stehen. Sie sind dafür verantwortlich, dass der Gehweg sicher ist, und nasses Laub wird schnell rutschig. Deswegen sollten Sie es regelmäßig wegfegen. Das Laub und andere Gartenabfälle können Sie auf den Kompost oder in die braune Tonne werfen. Eine schöne Möglichkeit ist auch, damit die Beete zu bedecken und so vor Frost zu schützen.

Denken Sie auch an Ihre Dachrinnen und entfernen Sie das Laub. Nun können Herbst und Winter kommen.

(Foto: © Rita E., Pixabay)

Darlehen für Immobilien

Darlehen für Immobilien: Sie werden immer höher. Woran liegt das?

Die Zinsen sind ein wichtiger Faktor, wenn es um die wirtschaftliche Entwicklung geht. Die historisch niedrigen Zinsen, festgelegt von der EZB, haben dafür gesorgt, dass immer mehr Verbraucher sich den Traum von den eigenen vier Wänden erfüllen konnten und noch können. Noch nie war es so günstig, eine Immobilie zu finanzieren. Doch es gibt eine Entwicklung, die das Ganze verkompliziert und dafür sorgt, dass Darlehen für Immobilien trotz niedriger Zinsen immer höher werden: Die Preise für Immobilien steigen stetig an.

Darlehen für Immobilien, Angebot und Nachfrage

Preise werden wesentlich durch das Gesetz von Angebot und Nachfrage beeinflusst. Durch die niedrigen Zinsen wollten immer mehr Menschen bauen und kaufen, was die Preise in die Höhe trieb und immer noch treibt. Das führt dazu, dass Darlehen für Immobilien immer höher werden.

Im Durchschnitt nahmen Immobilienkäufer:innen im August 2021 durchschnittlich rund 312.000 Euro als Darlehen auf. Im Vorjahresmonat waren es noch 22.000 Euro weniger. Noch sind die Darlehen für die Verbraucher bezahlbar. Wie wird sich das Ganze entwickeln?

Die Standardrate und was sie aussagt

An der sogenannten Standardrate kann man sehen, wie sich die Zinsänderungen auswirken:

Ein Darlehen über 150.000 Euro mit zwei Prozent Tilgung, 80 Prozent Beleihungsauslauf und zehn Jahren Zinsbindung kostete im August 394 Euro. Zwei Monate zuvor waren es das erste Mal seit zwei Jahren wieder über 400 Euro gewesen, während es vor zehn Jahren noch 729 Euro gewesen waren.

Wie entwickelt sich der Anteil des Fremdkapitals bei Darlehen?

Der Anteil des Fremdkapitals bei den Immobilienfinanzierungen ist im Vergleich zum Vormonat um 0,68 Prozentpunkte gestiegen – der Eigenkapitalanteil ist also gesunken. Das Eigenkapital ist ein wichtiger Faktor. Denn durch die steigenden Preise werden auch die Nebenkosten immer höher, das sind die Kaufnebenkosten für Makler, Notar:in und Grunderwerbssteuer. Sie betragen rund um 15 Prozent des Kaufpreises und sollten im besten Fall aus eigener Tasche bezahlt werden können.

Die meisten Kreditnehmer entscheiden sich bei Darlehen für Immobilien für eine lange Zinsbindung. Im Schnitt sind es 13 Jahre. Das senkt das Risiko für Zinsänderungen.

(Foto: © Alexander Stein, Pixabay)

Klimaneutralität

Klimaneutralität erreichen, was können wir tun? Klimaschutz und Nachhaltigkeit, Sparsamkeit und Ressourcenschonung – diese Themen sind in aller Munde. Wir alle versuchen, besser zu leben und unsere Welt für die nachfolgenden Generationen besser zu hinterlassen. Dabei stellt sich natürlich die Frage, an welchen Punkten soll man ansetzen? Wo lässt sich das meiste einsparen und welche Punkte sind für die Klimaneutralität besonders wichtig?

In Deutschland ist es so, dass die privaten Haushalte die meiste Energie verbrauchen. Deshalb müssen wir an diesem Punkt ansetzen, wenn wir unsere gemeinsamen Ziele erreichen wollen. Das Ziel: die Strom- und Wärmeversorgung von Gebäuden soll in Zukunft vollständig erneuerbar sein. Das funktioniert nur, wenn wir die Energieeffizienz steigern und erneuerbare Energien flächendeckend einsetzen. 

Klimaneutralität in 2045 – ansetzen im Gebäudebereich

Gebäude verursachen in Deutschland rund ein Drittel aller CO2-Emissionen. Um die Klimaneutralität in 2045 erreichen zu können, müssen Hauseigentümer:innen ihre Immobilien energetisch auf den neusten Stand bringen. Rund 70 Prozent aller Gebäude sind davon betroffen.

Wie haben sich die Treibhausgasemissionen im Gebäudesektor entwickelt?

1990 lagen die Emissionen noch bei 210 Millionen Tonnen CO2. Durch die Bemühungen rund um den Klimaschutz, durch Sanierungen und energieeffiziente Neubauten sanken die Emissionen bis  2014 auf rund 120 Millionen Tonnen. An diesem Punkt gab es jedoch eine Stagnation, die jetzt überwunden werden muss. Die Vorgabe ist, dass bis 2030 die Emissionen bei 67 Millionen Tonnen liegen sollen. Und 2045 soll dieser Wert bei null sein.

Klimaziele erreichen

Ein ehrgeiziges Ziel, das nur erreicht werden kann, wenn auch alle privaten Verbraucher mitmachen. Für die Klimawende ist Kreislaufwirtschaft ein wichtiges Stichwort. Dabei geht es um die Wiederverwendbarkeit, die Reparierbarkeit und den Anteil eines Produkts, der recyclingfähig ist – ganz besonders im Bereich Bauen, Sanieren und Umbauen. Die Politik hat in diesem Zusammenhang wichtige Aufgaben. Die Fördermittel für energetische Sanierungen von Bestandsgebäuden wurden aufgestockt. Doch auch in Zukunft muss darauf geachtet werden, dass Investitionen in den Klimaschutz wirtschaftlich bleiben. Sonst könnte eine Neubau- und Investitionsbremse entstehen, die bezahlbares Wohnen unmöglich macht.

(Foto: © Colin Behrens, Pixabay)

Bautätigkeit

Die Bautätigkeit ist ein wichtiger Faktor, um den Zustand des Immobilienmarktes einschätzen zu können. Sie beeinflusst die Immobilienpreise, ist ein Stimmungsbarometer und eine Art Kompass, der anzeigt, in welche Richtung sich die Entwicklung bewegt. Festgehalten werden die Bautätigkeit und ihre Entwicklung im sogenannten Bautätigkeitsindex. Dieser Index stieg für Deutschland im zweiten Quartal 2021 auf plus 37 gegenüber plus elf im Vorquartal. keine große Überraschung, denn die Entwicklung zeigte sich in den letzten Monaten positiv.

Wie entwickelt sich die Bautätigkeit in Deutschland im Vergleich zu anderen Ländern?

Dass die Bautätigkeit steigt, zeigt auch, dass sich das Baugewerbe wieder erholt. Deutschland liegt bei diesem Thema im ersten Drittel, wobei die Bereiche Infrastruktur und privater Wohnungsbau den größten Aufschwung verzeichnen können. Am höchsten ist der Index allerdings in Portugal, den Niederlanden, Saudi-Arabien und den USA. Deutschland liegt auf Platz 37. Es geht also aufwärts, doch es gibt neue Herausforderungen, mit denen alle Beteiligten zu kämpfen haben: Die Materialkosten steigen und die Lieferketten weisen immer noch Engpässe auf. Das ist für 83 Prozent befragter Personen ein Hemmnis für die Bautätigkeit. Im letzten Quartal gaben dies noch 66 Prozent an.

Der Druck wird steigen

Das Problem: Die Prognose ist nicht gerade positiv. Mit Blick auf die nächsten zwölf Monate gehen die Befragten davon aus, dass die Kosten um mindestens acht Prozent steigen werden. Im letzten Quartal wurde noch mit einem Preisanstieg von sechs Prozent gerechnet, was ebenfalls eine beachtliche Steigerung darstellt. Der Kostendruck stellt somit einen zunehmenden Gegenwind für die Bauwirtschaft dar und könnte ihren Aufschwung bremsen.

Positiv ist zu vermerken, dass die Nachfrage nach recycel- und wiederverwendbaren Materialien in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen ist. In diesem Bereich lag Europa vor allen anderen Weltregionen. Wie soll mehr Nachhaltigkeit ins Bauwesen gebracht werden? Hier wurde besonders häufig die Abfallminimierung genannt.

(Foto: © Jean-Paul Jandrain, Pixabay)

Kaufpreis steigern

Wer ein Haus oder eine Wohnung verkaufen will, ist mit einem ganz typischen Konflikt konfrontiert: Wie viel Geld, Zeit und Mühe soll ich in das Objekt noch investieren? Gerade dann, wenn ein Renovierungsstau vorhanden ist, möchte man das Objekt am liebsten einfach schnell loswerden. Schließlich können die neuen Besitzer alles nach ihren Vorstellungen umsetzen und haben dann die Mühe, nicht mehr man selbst.

Doch das muss nicht die beste Lösung sein. Durch Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen lässt sich nämlich der Kaufpreis steigern, und zwar auf eine Weise, die das Ganze trotz des Aufwands lohnenswert macht.

Kaufpreis steigern durch Renovierung und Modernisierung 

ImmoScout24 hat eine Analyse erstellt, die Verkäufern die Entscheidung zukünftig erleichtern sollte. Denn Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen wirken sich deutlich auf die Angebotspreise von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern aus. Ob es im Einzelfall lohnenswert ist, entsprechende Maßnahmen vorzunehmen, hängt stark vom Baujahr des Hauses, den Kosten der Maßnahme, der regionalen Immobiliennachfrage und den lokalen Besonderheiten ab.

Beispiele:

  • Altbauwohnungen in der Stadt bis zum Baujahr 1949 werden nach einer Sanierung rund 30 Prozent teurer verkauft als nicht sanierte.
  • Vergleichbare Objekte auf dem Land sind 24 Prozent teurer.
  • Saniert Einfamilienhäuser in der Stadt sind 18 Prozent, auf dem Land sind es 14 Prozent.
  • Bekommt ein Altbau-Mehrfamilienhaus einen Aufzug, so steigern sich die Preis um bis zu 31 Prozent, auf dem Land sind es 20 Prozent. Ein Neubau mit Aufzug kann einen rund 23 Prozent höheren Kaufpreis bringen. 
  • Ein nachträglich angebauter Balkon bringt  in Stadt und Land durchschnittlich rund zehn Prozent Aufschlag.

Es lohnt sich also, Kosten und Nutzen durchzurechnen und sich eventuell die Mühe zu machen.

(Foto: © Barry D., Pixabay)

Wallbox Förderung

Der Klimawandel und die erforderlichen Maßnahmen sind eines der wichtigsten Themen in unserer Gesellschaft. Wir müssen alle an einem Strang ziehen, wenn wir die gesetzten Klimaziele erreichen wollen. Der Staat tut hier seinen Teil und unterstützt Bürger etwa mit der Wallbox Förderung. Diese wurden erneut verlängert.

Die Wallbox Förderung unterstützt private Ladestationen an Wohngebäuden für Elektroautos. Sie wurde um 300 Millionen Euro aufgestockt und verlängert. Käufer bekommen pauschal 900 Euro, wenn sie eine Wallbox kaufen uns installieren. Die gesamten Mittel für die Wallbox Förderung betragen jetzt 800 Millionen Euro. Es handelt sich um Bundesmittel.

Wie kommt die Wallbox Förderung an?

Es wurden bereits mehr als eine halbe Million Anträge gestellt, die eine enorme Nachfrage nach dieser Förderung zeigen. Beantragen kann jeder, ob Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften, Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften oder Bauträger. Die Förderung gilt für den Erwerb die Errichtung einer fabrikneuen, nicht öffentlich zugänglichen Ladestation inklusive des elektrischen Anschlusses.

Auch notwendige Arbeiten an den Stellplätzen, auf denen die zu ladenden Fahrzeuge dann stehen, werden gefördert.

Was sind die Voraussetzungen für die Förderung?

-Die Die Ladestation verfügt über eine Normalladeleistung von 11 kW.

-Der Strom kommt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien.

-Die Ladestation ist intelligent und steuerbar.

-Die Gesamtkosten müssen den Förderbetrag überschreiten. Zu den Kosten zählen: Ladestation, Managementsystem zur Steuerung von Ladestationen, elektrischer Anschluss, notwendige Elektroinstallationsarbeiten wie zum Beispiel Erdarbeiten.

Bisher gibt es rund eine Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen. Um die Klimavorgaben zu erreichen, müssen bis 2030 noch 14 Millionen hinzukommen.

(Foto: © Stux, Pixabay)

kaufen oder mieten

Ob Verbraucher sich für das Kaufen oder Mieten entscheiden, ist nicht nur eine Frage des Geldbeutels, sondern auch der persönlichen Einstellung. Während Eigenheimbesitzer die Sicherheit der eigenen vier Wände schätzen und das gute Gefühl genießen, etwas für ihre Altersvorsorge getan zu haben, lieben Mieter die Flexibilität ihres Lebensstils. Einfach gehen zu können, wenn es einem nicht mehr gefällt oder die Arbeitssituation sich verändert bedeutet, persönliche Freiheit zu haben. Zudem muss man sich nicht um Instandhaltungen oder Reparaturen kümmern. So hat jedes der beiden Lebenskonzepte seine Vor- und Nachteile und warum sich jemand für das eine oder andere entscheidet, ist nicht nur eine Frage des Geldes.

Ob kaufen oder mieten günstiger ist, hängt vom Markt ab

Es lässt sich nicht allgemein sagen, ob kaufen oder mieten günstiger ist, sondern es hängt immer von den individuellen Umständen und vor allem der aktuellen Marktlage ab. Eine Phase, wie wir sie aktuell erleben, dass sowohl die Kaufpreise als auch die Mieten steigen, kommt irgendwann an ihre natürlichen Grenzen. In den Großstädten ist das bereits jetzt zu beobachten. Dennoch bleibt die Lage angespannt, weil die Zahl der Haushalte schneller wächst als die Neubauzahlen.

Doch stehen Kaufen oder Mieten eigentlich in Konkurrenz zueinander? Das lässt sich so nicht sagen. Die meisten Deutschen haben den Wunsch nach den eigenen vier Wänden verinnerlicht und sehen die Zeit als Mieter eher als vorübergehend an. Das könnte sich jedoch dann ändern, wenn die Mieten deutlich günstiger wären, als es die Belastung durch ein Eigenheim ist.

Das sagt der Postbank Wohnatlas 2021

Der Postbank Wohnatlas 2021 hält fest: Nur in knapp jedem achten Landkreis bzw. Stadt sei es günstiger, Eigentum zu erwerben als zur Miete zu wohnen. Dennoch sei es für 90 % der Durchschnittsverdiener noch möglich, Wohneigentum zu finanzieren.

Die Studie vergleicht die regelmäßigen Kosten der beiden Wohnformen Miete und Eigentum. Dabei wird jedoch die Wertsteigerung von Immobilien nicht berücksichtigt, die sich nach bereits nach wenigen Jahren positiv auf das Vermögen der Eigentümer auswirkt und überwiegend der Alterssicherung dient.

 

 

(Foto: © Tamas Prencsok, Pixabay)

Immobilieneigentum

Immobilieneigentum in Deutschland: Vergleichsweise wenige Haushalte leben in den eigenen vier Wänden. Die Wohneigentumsquote steht im EU-Vergleich an letzter Stelle. Das soll sich ändern!

Immobilieneigentum und Vermögensungleichheit

Es ist bekannt, dass in Deutschland vergleichsweise wenige Menschen über Immobilieneigentum verfügen. Dadurch entsteht eine Ungleichheit bei den Vermögen, die politisch ausgeglichen werden soll. Im EU-Vergleich sind die Vermögen hierzulande besonders ungleich verteilt.

Gerade bei den aktuell niedrigen Zinsen ergreifen jedoch immer mehr Menschen die Chance, sich eine Immobilie zu kaufen. Wie das für noch mehr Menschen möglich werden kann, damit hat sich das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) beschäftigt.

Was können die Werkzeuge für mehr Vermögensgleichheit sein?

Mögliche Werkzeuge für mehr Gleichheit können die Wohnungsbauprämie und die Besteuerung von Immobilien sein. Die Wissenschaftler des DIW Berlin plädieren für Reformen und ein neues Instrument, um den Kauf von Immobilien auch für Haushalte mit geringem Eigenkapital möglich zu machen. Die Politik müsse hier „…schnell und zielgenau an den richtigen Stellschrauben drehen.“

Die Wohnungsbauprämie ist hierbei durchaus geeignet. Es handelt sich zwar nur um geringe Summen, doch es gibt eine eindeutige Wirkung auf das Sparverhalten der geförderten Haushalte. Sie erwerben eher und in jüngeren Jahren Immobilieneigentum. Ergänzend kann eine sogenannte Sozialkaufprämie eingeführt werden. Sie könnte die Lücken beim Eigenkapital schließen, die in vielen Haushalten vorhanden ist. Zum Thema Besteuerung stellten die Wissenschaftler fest, dass in den Bereichen der Grundsteuer, der Besteuerung von Veräußerungsgewinnen, der Erbschaftsteuer und der Grunderwerbsteuer nachgebessert werden könnte. So wäre es sinnvoll, den Ersterwerb von Wohneigentum steuerlich zu begünstigen. Mit Steuermehreinnahmen könnte man die Vermögensbildung ärmerer Haushalte anzuregen und die Steuerbelastung von Erwerbseinkommen reduzieren.

 

(Foto: © Wokandapix, Pixabay)

Förderung

Förderung für Energiesparmaßnahmen immer besser.

Europa will klimaneutral werden und Deutschland geht mit großen Schritten voraus. Die aktuellen Wetterereignisse machen einmal mehr deutlich, wie wichtig es für uns ist, das Klima zu schützen und die Umwelt pfleglich zu behandeln. Am Ende leiden wir alle darunter, wenn die Dinge außer Kontrolle geraten – und ebenso können auch wir alle etwas dagegen tun.

Es ist schön, dass das Bewusstsein in der Bevölkerung bezüglich dieser Themen weiter wächst und die Bereitschaft steigt, sich selbst einzubringen. Verschiedene Arten der Forderung helfen dabei, dieses Ziel erreichen zu können.

Bereitschaft und Förderung: Voraussetzungen für den Wandel

Drei Viertel der Bevölkerung begrüßt den sogenannten Green-Deal, bis 2050 als erster Kontinent klimaneutral zu werden. Doch einfach nur bei der Energie zu sparen, das wird nicht reichen, selbst wenn das Umstellen der Heizung außerhalb der Heizperiode von 1. Oktober bis 30. April auf den Sommerbetrieb auf jeden Fall schon etwas bringt. Ganz abschalten kann man eine Heizung jedoch nur dann, wenn sie nicht ebenfalls für die Produktion von warmem Wasser benutzt wird.

Doch man kann erneuern, was durch eine Förderung dann auch bezahlbar wird! Beinahe 70 Prozent der Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer, so haben Befragungen ergeben, wollen ihren alten Heizölkessel durch neue Heiztechnik ersetzen und ebenso viele Gasverbrennung zur Wärmeproduktion durch andere Techniken ersetzen.

Wie hoch sind die Förderungen neuerdings?

Künftig wird der Staat bis zu  50 Prozent Förderung für energetische Gesamtmaßnahmen gewähren. Damit können bis zu 27.000 Euro pro Wohneinheit gefördert werden. Seit dem 1. Juli 2021 ist die zweite Stufe der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) in Kraft und kann beantragt werden.

Neu ist die Effizienzhausklasse 40 mit einer besonders guten Förderung. Wer nach der Sanierung hauptsächlich erneuerbare Energien nutzt, bekommt einen Bonus von 5 Prozent und kann von der Erhöhung der förderfähigen Kosten von 120.000 auf 150.000 Euro profitieren. Es war also nie so einfach wie heute, Wohnhäuser und Nichtwohngebäude für eine klimaschonende Zukunft zu rüsten.

(Foto: © AchimScholty, Pixabay)