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Änderungen 2021

Über einige wichtige Gesetzesänderungen, die 2021 anstehen, haben wir bereits berichtet. Es gibt weitere Neuerungen, die für Immobilieneigentümer und Mieter eine direkte oder indirekte Bedeutung haben. Hier sind die wichtigsten Informationen:

  • Der Solidaritätszuschlag wurde seit 1991 erhoben, um die Wiedervereinigung zu finanzieren und die neuen Bundesländer an das Niveau der alten anzupassen. Für 90 Prozent der Arbeitnehmer fällt im Zuge der Änderungen 2021 dieses Minus auf dem Lohnzettel nun weg, für 6,5 Prozent wird der Soli gesenkt. Nur Besserverdienende und manche Unternehmen müssen weiterhin den vollen Beitrag bezahlen. 
  • Der Mehrwertsteuersatz wird wieder auf die vollen 19 bzw. 7 Prozent angehoben. Er war wegen der Corona-Pandemie auf 16 bzw. 5 Prozent gesenkt worden.
  • Die Grundrente wird eingeführt. Ein Erfolg für alle Menschen mit geringem Einkommen, die mehr als 35 Jahre berufstätig waren, aber weniger als 80 Prozent des durchschnittlichen Einkommens erzielen konnten. Rund 1,3 Millionen Menschen, hauptsächlich Frauen, werden von diesem Zuschuss auf die Rente profitieren. Es gibt keine Bedürftigkeitsprüfung.
  • Es ist gut, dass wir in Deutschland einen Mindestlohn haben, an den Unternehmen sich halten müssen. Dieser Mindestlohn steigt ab Januar wieder einmal an, und zwar auf 9,50 Euro pro Stunde. Ab Juli werden es 9,60 Euro sein. Auch Auszubildende bekommen mehr Geld, und zwar mindestens 550 Euro. Ihr Mindestverdienst lag ihm letzten Jahr noch bei 515 Euro.
  • Es gibt leichte Erhöhungen bei den Hartz-IV-Regelsätzen, dem steuerlichen Entlastungsbetrag für Alleinerziehende und dem Wohngeld. Auch die Pendlerpauschale wird erhöht. Für die ersten 20 Kilometer gibt es wie bisher je 30 Cent, ab dem 21. Kilometer können 35 Cent pro Kilometer für den einfachen Weg zur Arbeit unabhängig von der Art des Fortbewegungsmittels von der Steuer abgesetzt werden.
  • Die Wohnungsbauprämie steigt von 8,8 Prozent auf 10 Prozent.

Wie immer gilt: Jeder Bürger ist in der Pflicht, sich über seine Ansprüche und die Änderungen 2021 zu informieren. Viele Leistungen kann man auch nachträglich noch beantragen, bei anderen laufen die Fristen ab. Gut informiert zu sein ist also unerlässlich, wenn man Geld sparen und seine Vorteile nicht verschenken will.

 

 

 

(Foto: © Iximus, Pixabay)